(Symbolbild) Die Potsdamer Innenstadt soll autofreier werden Foto. Andreas Klaer
© Foto. Andreas Klaer

Wege zur autofreieren Potsdamer Innenstadt Nächste Bürgerwerkstatt am 24. Juni geplant

Die Stadtverwaltung plant einen weiteren Bürgerwerkstatt für eine autofreie Innenstadt. Schon ein erster Workshop im März brachte eindeutige Aussagen.

Potsdam - Auf dem Weg zu einer zunehmend autofreien Innenstadt zwischen Brandenburger Tor und Holländischem Viertel findet am Freitag, dem 24. Juni, die zweite und finale Bürgerwerkstatt statt. Das teilte das Rathaus am Mittwoch mit. Die Veranstaltung im Haus der Brandenburgisch Preußischen Geschichte am Neuen Markt ist von 17 bis 20 Uhr angesetzt – unter dem Motto: „Innenstadt – Straßenräume neu denken!“.

"Klarer Handlungsauftrag"

Ziel sei es laut Stadtverwaltung, konkrete Ideen zusammenzutragen, wie die Straßenräume zwischen Hegelallee, Kurfürsten-, Hebbel-, Charlotten- und Schopenhauerstraße genutzt werden könnten, wenn man die Flächen für den Auto-Verkehr reduziert. Dazu hatte wie berichtet schon im März ein erster Workshop mit rund 70 Teilnehmern stattgefunden. 

Laut der damals veröffentlichten Dokumentation sagte Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos) zur aktuellen Beschlusslage der rot-grün-rot dominierten Stadtverordnetenversammlung: „Wir haben einen klaren Handlungsauftrag, den ruhenden Verkehr in der Innenstadt zu verringern.“ Das berge ein „enormes Flächenpotenzial unter der Maßgabe, Alternativen zum Auto attraktiver zu machen und den Raum gerechter aufzuteilen“. Vorhandene Parkhäuser in der Innenstadt hätten laut Rubelt noch Kapazitäten und könnten stärker genutzt werden, um die Straßen zu entlasten. 

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Anwohner sollten aber weiter in der Innenstadt parken können, der Fokus liege auf dem von auswärts kommenden Verkehr. „Einen Impuls zum Umstieg könnten nun Restriktionen in Form von verringertem Parkraumangebot für Auswärtige liefern.“ Bekanntlich hatte die Stadt zuletzt bereits die Parkgebühren in der Innenstadt deutlich erhöht. Rubelt sagte, man wisse inzwischen auch, dass für die Umsätze von Geschäften in der Innenstadt die direkte Erreichbarkeit mit dem Auto „keinen Vorteil“ gegenüber der Verkehrserschließung mit Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln bringe, so Rubelt.

Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos) Foto: Andreas Klaer Vergrößern
Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos) © Andreas Klaer

Klare Positionen der Arbeitsgruppen

Ähnlich klar positionierten sich die Arbeitsgruppen in der ersten Werkstatt. So fasste zum Beispiel die Arbeitsgruppe zur Mittelstraße im Holländischen Viertel ihre Ergebnisse so zusammen: „In der Mittelstraße werden die Falschparker als störend angesehen. Die generelle Verkehrssituation wird durch den fehlenden Platz auf Gehsteigen auch negativ wahrgenommen. Das Fremdparken soll aus der Straße verbannt werden, um mehr Aufenthaltsräume zu schaffen.“ 

Auch zur Lindenstraße hieß es: „Die Radinfrastruktur muss ausgebaut werden und gleichzeitig soll eine Reduzierung der Stellplätze erfolgen.“ Und zur Gutenbergstraße zwischen Friedrich-Ebert- und Schopenhauerstraße: „Allgemein braucht die Straße eine Entlastung, um Raum für Entfaltung zu schaffen. Sie soll zum Verweilen und Wohlfühlen einladen. Die Straße sollte durch einen durchgehenden Fahrradstreifen fahrradfreundlicher werden.“ Angemahnt wurde aber auch, dass zum Beispiel das Leitsystem zum Finden der Parkhäuser verbessert werden müsse.  

Übrigens: Da die Zahl der Teilnehmenden für die Bürgerwerkstatt auf 70 begrenzt ist, wird um Anmeldung bis Dienstag, dem 21. Juni, gebeten. Das Anmeldeformular ist zu finden unter www.potsdam.de/werkstatt-innenstadt-strassenraeume-neu-denken.

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