Zu Gast im Thalia. Die Crew von „Alfons Zitterbacke.“ Foto: Manfred Thomas Foto; Manfred Thomas
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Vorpremiere von "Alfons Zitterbacke - Das Chaos ist zurück" An der Seite des ewigen Pechvogels

Regisseur Mark Schlichter hat den DDR-Kinderbuchklassiker „Alfons Zitterbacke“ neu verfilmt. Seine Vorpremiere feierte der Film im Potsdamer Thalia.

Potsdam - Für Bürger Lars Dietrich ging ein Traum in Erfüllung: Der Entertainer und gebürtige Potsdamer spielt eine wichtige Nebenrolle in „Alfons Zitterbacke – Das Chaos ist zurück“, der neuesten Verfilmung des DDR-Kinderbuchklassikers. „Ich habe mich schon als Kind mit Alfons identifiziert und die Geschichten geliebt“, sagte er am gestrigen Sonntag im Thalia-Kino. Dort stellte er den Film mit Produzentin Nicole Kellerhals und Regisseur Mark Schlichter in einer Vorpremiere vor.

Obwohl er sich selbst auch immer als Pechvogel gesehen hat, ist der 46-jährige Bürger Lars Dietrich für die Rolle des Alfons natürlich schon zu alt. Der wird von Tilman Döbler verkörpert, der gemeinsam mit seinen Filmfreunden Elisabeth Moell (Emilia), Leopold Ferdinand Schill (Benni) sowie seinem Filmfeind Elias Richard Siegmann (Karlchen) ebenfalls im Thalia zu Gast war. Aufregend sei die Kinotour, aber viel Spaß mache sie auch. Darüber waren sich die Kinder einig. Döbler und Schill haben bereits vor „Alfons Zitterbacke“ zusammen gespielt. Sie seien aber nur Filmfreunde und sonst gute Kollegen, wie Schill mit einem Schmunzeln sagte.

In „Alfons Zitterbacke – Das Chaos geht zurück“ trennt sie hingegen zunächst nichts. Gemeinsam versuchen sie, eine tolle Idee für einen Raketenwettbewerb auszutüfteln. Allerdings ist Alfons ständig vom Pech verfolgt – manchmal auch selbstverschuldet. Das bringt auch die Freundschaft der beiden Jungs zum Kriseln. Und Alfons neue Nachbarin Emilia sorgt für zusätzliche Auseinandersetzungen. Das alles erzählt Regisseur Mark Schlichter flott und mit viel Slapstick-Humor. Dem Publikum am Sonntag schien das zu gefallen: Es lachte viel und jubelte am Ende laut. Karlchen-Darsteller Elias Richard Siegmann hatte sogar seinen eigenen Fanclub dabei: Immer wenn er auf der Leinwand erschien, wurde fröhlich „Eliaaas!“ gerufen.

Seine Hauptdarsteller hätten sehr schnell festgestanden, erzählte Regisseur Mark Schlichter. Das Casting übernahm die Potsdamer Castingagentur von Jaqueline Rietz. „Sie wusste einfach genau, was wir suchen“, sagte Schlichter. Die Idee, einen neuen „Alfons Zitterbacke“-Film zu drehen – die Defa verfilmte den Stoff von Gerhard Holtz-Baumert bereits 1966, außerdem existiert eine Serie –, entstand bereits vor 18 Jahren. „Ich bin Wessi, aber ostdeutsche Freunde haben mir die Bücher zugespielt und meine Kinder haben mich überzeugt, den Stoff zu verfilmen.“

Bürger Lars Dietrich sollte ursprünglich den Astronauten Alexander Gerst spielen, der tritt nun höchstpersönlich in einer Skype-Szene mit Alfons auf. Lars Dietrich spielt dafür einen fiktionalen russischen Astronauten, der Alfons als imaginärer Freund zur Seite steht – und mit ihm im Abspann das Filmlied rappt. „Für mich schließt sich hier ein Kreis“, sagt der Musiker. 

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