Das Bündnis Mietenwahnsinn rief bereits im September in Berlin zu einer großen Demo auf.  Foto: Michael Kappeler/dpa
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Update Versammlung in Potsdam Stadtspaziergang gegen Mietenwahnsinn betrifft Verkehr

Am Samstag findet in Potsdam ein „kritischer Stadtspaziergang“ statt. Deshalb kann es zu Verkehrseinschränkungen kommen.

Potsdam - Für Samstag organisiert das Aktionsbündnis „Mietenwahnsinn stoppen“ aus rund 250 Organisationen einen europaweiten Aktionstag. Potsdam ist eine von etwa 40 Städten in Deutschland und Europa, in der Veranstaltungen oder Demonstrationen stattfinden.

Hier will das lokale Bündnis „Stadt für alle“ einen „kritischen Stadtspaziergang“ veranstalten, auf den auch der Potsdamer Kreisverband der Linken online hinweist. In einem Aufruf heißt es: „Gemeinsam besuchen wir Orte, an denen Immobilienfirmen und Investoren die Stadt verändern, Menschen und Freiräume verdrängen und die Mieten hochtreiben.“ 

Verkehrseinschränkungen in Teltower Vorstadt möglich

Der Spaziergang beginnt um 12 Uhr am RAW-Gelände und führt dann über den Brauhausberg zum Staudenhof und endet am Studentenwohnheim in der Breiten Straße.

Die Polizei teilte am Freitag mit, dass es wegen der Versammlung zwischen 12 und 15 Uhr stadteinwärts zu Verkehrsbehinderungen kommen könne. Betroffen seien unter anderem die Friedrich-Engels-Straße und die Heinrich-Mann-Allee. Deshalb könne es auch kurzzeitig zu Einschränkungen bei öffentlichen Nahverkehr kommen, sagte eine Polizeisprecherin.

Vorwurf: Potsdam hat Tafelsilber verscherbelt

Die Stadt Potsdam habe „seit vielen Jahren fast ihr gesamtes ,Tafelsilber’ verscherbelt“, so der Vorwurf von „Stadt für alle“. Investoren bauten bevorzugt Wohnungen im Luxussegment und als Anlageeigentum, heißt es weiter. 

„Stattdessen kämpfen Mieter wie in der Wichgrafstraße oder in der Wollestraße verzweifelt darum, ihre Häuser vor dem spekulativen Verkauf zu retten.“ Auch für das Rechenzentrum und das Freiland gehe es um das Thema Mietensteigerung. 

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