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Verkehr in Potsdam Verkehrsclub plädiert für weniger Autos

Der Verkehrsclub Brandenburg will die künftige rot-grün-rote Rathauskooperation bei ihren Zielen unterstützen.

Potsdam - Die Botschaft ist klar: „Potsdam kann als autoarme Stadt nur gewinnen.“ Unter diesem Leitmotiv hat der ökologische Verkehrsclub VCD Brandenburg nun erklärt, dass er die verkehrspolitischen Ziele der neuen rot-grün-roten Rathauskooperation unterstützen will. „Wien, Reims, Tours, Magdeburg, Freiburg – viele Orte zeigen, wie die Verkehrswende für lebendige Städte sorgt“, heißt es in der Erklärung von VCD-Sprecher Jan Kuppert, der auch schon Stadtverordneter der Fraktion Die Andere war.

„Potsdam kann nur gewinnen, wenn es den öffentlichen Nahverkehr und die Radinfrastruktur deutlich ausbaut und Verkehrsströme entsprechend verlagert“, so Kuppert, der auch Mitinitiator der Volksinitiative „Verkehrswende Brandenburg jetzt“ ist. Beispiele wie Wien und Freiburg würden belegen, wie lebendig und lebenswert autoarme Städte sind, so Kuppert.

Fahrland muss an die Tram angeschlossen werden

Auch in vielen anderen deutschen Städten seien ausgedehnte Fußgängerzonen längst Standard. „Die Menschen halten sich gerne dort auf und kaufen ein, auch wenn sie mit Bus und Bahn anreisen oder das Auto auf einem Parkplatz am Stadtrand stehen lassen müssen. Potsdam ist da eher die Ausnahme“, erklärt Kuppert. Damit das Ganze funktioniert, seien jedoch gute Radverkehrsanlagen und Abstellmöglichkeiten sowie eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr nötig.

Zum Beispiel müssten aus Kupperts Sicht Ortsteile wie Fahrland mit der Tram angeschlossen werden und auch die Fahrzeugkapazitäten erweitert werden. „Wenn man weiß, dass alle fünf bis zehn Minuten verlässlich eine Tram oder ein Bus fährt, kann man sich ein Leben ohne eigenes Auto leichter vorstellen.“ Auch das Radverkehrskonzept müsse schneller umgesetzt werden – gerade in Sachen Radwege. Wie berichtet hatte sich auch die neue Rathauskooperation unter anderem auf das Ziel einer autofreien Innenstadt rund um die Brandenburger und die Gutenbergstraße sowie einen Ausbau des ÖPNV verständigt.

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