Das Hasso-Plattner-Institut in Potsdam soll größer werden. Foto: Andreas Klaer
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Vergrößerung des Hasso-Plattner-Instituts Potsdamer können bei Campus-Plänen mitreden

Das Hasso-Plattner-Institut am Unicampus Griebnitzsee soll deutlich vergrößert werden. An den Plänen gab es Kritik, weil dafür Bäume weichen müssen. Nun dürfen die Potsdamer Einwände und Vorschläge einbringen.

Babelsberg - Für den Erweiterungsbau des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) am Unicampus Griebnitzsee wird nun die Öffentlichkeit beteiligt. Das hat die Bauverwaltung im Internet angekündigt. Noch bis 29. November können demnach Einwände oder Vorschläge zu den Planungen gemacht werden, heißt es dort. Unter anderem muss auch der Flächennutzungsplan für das Projekt verändert werden.

Wie berichtet will SAP-Mitbegründer und Mäzen Hasso Plattner für sein nach ihm benanntes Institut am Griebnitzsee einen Campus nach Vorbild der kalifornischen Elite-Universität Stanford schaffen. Rein flächenmäßig würde sich das HPI, das in die Fakultät für Digital Engineering der Universität Potsdam eingebunden ist, fast verdoppeln. Auf dem neuen Areal sind mehrere Gebäude geplant, in denen Hörsäle, Büros, Labore, Großrechner und Technik für dann 1500 Studenten untergebracht werden sollen.

Die Planungen waren zunächst auch in der Stadtpolitik auf Widerstand gestoßen, weil Kritiker vor dem Verlust von zu vielen Bäumen warnten. Als Reaktion hatte die Stadt auf Antrag der Grünen-Fraktion ein Werkstattverfahren durchgeführt – im Ergebnis sollen nun Gebäude teils anders zugeschnitten und Wege über das Gelände um erhaltenswerten Baumbestand herumgeführt werden. So könnten 70 Prozent der erhaltenswerten Bäume stehen bleiben, hieß es im September bei der Vorstellung der veränderten Pläne im Bauausschuss.

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