Der Potsdamer Bahnhof Marquardt soll besser angebunden werden.  Foto: Andreas Klaer
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Vekehr Mehr Toiletten an wichtigen Haltestellen

Die Potsdamer Stadtverordneten haben mehrere Beschlüsse zu Verkehrsthemen gefällt. Unter anderem soll der Bahnhof Marquardt besser angebunden werden. 

Potsdam - Mehrere Ideen und Initiativen zum umstrittenen Umgang mit den Verkehrsströmen in Potsdam haben die Stadtverordneten am Montagabend beschlossen. Allerdings handelt es sich vor allem um Absichtserklärungen, die nun von der Bauverwaltung auf die Möglichkeit einer Umsetzung hin untersucht werden sollen.

Angenommen wurde ein Antrag von SPD, Grünen und Linken, „die Möglichkeiten zu prüfen, an welchen Endhaltestellen oder anderen Verkehrsknotenpunkten“ der Verkehrsbetrieb ein öffentliches WC sowie Getränke- und Snackautomaten errichten könnte. Als Beispiel wurde die Haltestelle Kirschallee genannt. Die Zustimmung der Stadtverordneten fand auch eine weitere Initiative der drei Fraktionen für bessere Busverbindungen im Potsdamer Norden. Vor allem der Bahnhof Marquardt soll besser angebunden werden, etwa von Fahrland und Krampnitz aus. Bei niedrigem Fahrgastaufkommen könnten auch kleinere Busse eingesetzt werden, heißt es in dem Beschluss zu der Wunschliste. Handlungsbedarf bestehe auch, weil ab Dezember 2022 die Regionalbahn vom Potsdamer Hauptbahnhof über Marquardt und Spandau nach Berlin-Gesundbrunnen fahren soll, hieß es.

Prüfbericht zu Ringbuslinie erst 2020

Auch die von der SPD beantragte Ringbuslinie zwischen dem Wissenschaftsstandort Golm und dem Campus Jungfernsee war Thema. Diese neue Linie soll neben Golm auch die Ortsteile Eiche und Bornim sowie die Fachhochschule im Bornstedter Feld miteinander verbinden, so die Idee. Allerdings müssen sich die potenziellen Nutzer hier noch in Geduld üben. Erst im September 2020 könne ein Prüfbericht zu dieser „umfänglichen Maßnahme“ vorlegt werden, hieß es von der Stadtverwaltung.

Ferner soll das Rathaus auf Initiative von Die Andere prüfen, „welche Art von Bepflanzung auf dem unversiegelten Bodenabschnitt zwischen den beiden Fahrbahnen der Nutheschnellstraße vorgenommen werden kann“. Diese Maßnahme soll dem Lärm- und Umweltschutz dienen. Es geht um den Abschnitt nahe der Behlertstraße. Beschlossen hatten die Stadtverordneten wie berichtet auch die Prüfung neuer Tempolimits in der Pappelallee und in der Babelsberger Karl-Liebknecht-Straße. Ebenso könnten Taxis bald auch Busstreifen nutzen – auch hier soll sich die Bauverwaltung nun zur Umsetzung Gedanken machen.

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