Das Potsdamer Stadthaus. Foto: Sebastian Gabsch
© Sebastian Gabsch

Umbruch in Potsdams Verwaltung Elf Posten müssen im Rathaus neu vergeben werden

Altgediente Amtschefs gehen in den Ruhestand, die Verwaltungsreform schafft neue Stellen: Potsdams Stadtverwaltung muss fast ein Dutzend Führungspositionen neu besetzen.

Potsdam - In der Führungsebene der Potsdamer Stadtverwaltung steht an wichtigen Positionen ein Generationswechsel an. Das bestätigte Rathaussprecherin Juliane Güldner den PNN auf Anfrage. Die Veränderungen betreffen Ordnungsamtschefin Marina Kluge, den Sozialbehördenleiter Frank Thomann und den Verwaltungsmanager und Interimschef für den Riesenbereich Jugend, Bildung und Sport, Reiner Pokorny, die in Kürze in Ruhestand gehen oder bereits in Ruhestand sind. Im Bereich Bauen steht Stadtplanungschef Andreas Goetzmann vor dem Ruhestand.

Andreas Goetzmann, Chef der Stadtplanung in Potsdam. Foto: Landeshauptstadt Potsdam, Frank Daenzer Vergrößern
Andreas Goetzmann, Chef der Stadtplanung in Potsdam. © Landeshauptstadt Potsdam, Frank Daenzer

Verwaltungsreform sorgt für weiteren Personalbedarf

Für all jene Stellen muss die teils als überlastet geltende Stadtverwaltung in Zeiten des Fachkräftemangels nun Ersatz finden, zumal Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) mit seiner Verwaltungsreform noch weitere Ämter und damit zu besetzende Führungspositionen geschaffen hat. 

Rathaussprecherin Güldner rechnete vor, dass in den kommenden Monaten für elf Fachbereichsleitungen jeweils geeignete Frauen oder Männer gefunden werden sollen, vor allem im Sozial- und Ordnungs- sowie im Baudezernat und im neu geschaffenen Hauptverwaltungsamt.

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Bei einer Kita-Eröffnung: Reiner Pokorny, Leiter des Fachbereichs Verwaltungsmanagement (vorne links). Foto: Andreas Klaer Vergrößern
Bei einer Kita-Eröffnung: Reiner Pokorny, Leiter des Fachbereichs Verwaltungsmanagement (vorne links). © Andreas Klaer


Bei den Stellenbesetzungsverfahren habe der Bereich Personal und Organisation die Unterstützung durch externe Experten, sagte Güldner. Die Auswahl selbst muss jeweils durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden. 

Noch in diesem Jahr wolle man die Fachbereiche „Verwaltungsmanagement“ sowie „Personal und Organisation“ besetzt haben, für den letzten Posten gibt es nach PNN-Informationen schon einen Verwaltungsvorschlag für eine Bewerberin, über den die Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch, dem 16. September, beschließen soll. 

Frank Thomann, eine Aufnahme von 2015 Foto: Andreas Klaer Vergrößern
Frank Thomann, eine Aufnahme von 2015 © Andreas Klaer

Viele Schlagzeilen in der Vergangenheit

Die nun abtretende Führungsriege hat die Arbeit des Rathauses in den vergangenen Jahren maßgeblich mitgeprägt, positiv wie negativ. So hatte Kluge zum Beispiel stets die Evakuierungen bei Bombenfunden koordinieren müssen. Sie erweiterte zudem das Ordnungsamt, was zuletzt für immer mehr Knöllchenrekorde sorgte.

Marina Kluge, hier eine Aufnahme von 2008 Foto: Andreas Klaer Vergrößern
Marina Kluge, hier eine Aufnahme von 2008 © Andreas Klaer

Stadtplanungschef Goetzmann wiederum gilt als einer der wichtigsten Köpfe bei der Wiedergewinnung der Potsdamer Mitte, sein Bereich verantwortete aber auch die steten Beschwerden über Willkür im Baudezernat oder juristische Niederlagen wie im Uferwegestreit am Griebnitzsee. Der Sozialbehördenleiter Thomann wiederum hatte maßgeblich die Flüchtlingskrise 2015 zu managen – und hatte vorher das für die Umsetzung der Hartz-IV-Gesetze zuständige Jobcenter aufgebaut.

Verwaltungsmanager Pokorny wiederum hatte über Jahre hinweg den Bereich Statistik organisiert – und stand insbesondere bei Wahlen in Potsdam im Mittelpunkt des Interesses.

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