PNN-Autorin Steffi Pyanoe hat sich die "Mein Lokal, dein Lokal"-Folge zum Café Heider angeguckt. Foto: PNN / Ottmar Winter
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TV-Sendung "Mein Lokal, dein Lokal" Kritische Gäste im Café Heider

Die neue Staffel "Mein Lokal, dein Lokal" bei Kabel Eins startete im Café Heider in Potsdam. Ein vergesslicher Chef, eine fehlende Kruste und ein saurer Kuchen trübten den guten Gesamteindruck ein wenig.

Potsdam - Fünf Köche, ein goldener Teller, und jeder will ihn. In der Kabel eins Doku „Mein Lokal, Dein Lokal“ um diesen Pokal nehmen Gastronomen die Küchen ihrer Konkurrenz auseinander – und diese Woche läuft der Ausscheid in der Region. Zum Auftakt am gestrigen Montagabend treffen sich die Teilnehmer im Potsdamer Café Heider

Neben Gastgeber René Dost sind dabei Holger, der in „Maimai's little Kitchen“ in Groß Glienicke vietnamesisch kocht, Daniel, der in Berlin Charlottenburg im „Selig“ chinesisch kocht. Ben aus dem „Inspektorenhaus“ in Brandenburg an der Havel und Markus aus dem „lokal genial“ in Beelitz. Außerdem Moderator und Kampfrichter Mike Süsser. Der ist hin und weg vom Empfangschef im Dreiteiler und der schönen Atmo. „Der Redo hat hier Potsdams Wohnzimmer geschaffen“, spricht er in die Kamera – stimmt nicht ganz, das waren die Herren Rabien und Heider, aber sei's drum. 

In Folge 1 wurde das Café Heider am Nauener Tor getestet. Foto: PNN / Ottmar Winter Vergrößern
In Folge 1 wurde das Café Heider am Nauener Tor getestet. © PNN / Ottmar Winter

Die vier Testesser beeindruckt vor allem, dass das Heider schon am Vormittag so voll ist. René Dost, der 2016 übernahm, erklärt derweil in der Küche, was das Geheimnis seines Schnitzels ist: Das Kalbfleisch wird nicht geklopft, sondern kommt in eine Schnitzelpresse. Mike Süsser darf zuschauen und macht ein Gesicht, als läge er selbst unter dem Gerät. Saft tritt aus und Süsser fragt sich, ob das nicht zu trocken wird? Wird's nicht. Der Moderator, der schon Hunderte beste Schnitzel verkostet hat, ist schon mal zufrieden.

Kritisch, aber höflich

Und die Gäste? Die sind, wie es sich für’s erste Date gehört, kritisch, aber höflich. Die Vorspeisen allesamt in Ordnung, auch wenn der Chef die „Worschestersoße“ zum Würzfleisch vergessen hat. Dost, eher ein zäher Typ mit Biss, wird vor der Kamera etwas zappelig. Aber dann wird das berühmte Schnitzel serviert, außerdem Hackbraten, lecker, sagt Markus, nur Chinese Daniel moniert die komische Farbe. Markus vergibt einen Extrapunkt für frisches Kartoffelpüree. Ben ist mit seiner Entenbrust sehr zufrieden, aber Holger findet das Putenschnitzel zu trocken. Kann das Dessert noch Begeisterung hervorrufen? Bei den Marilleknödeln bekommen alle große Augen, aber ach, die Creme Brulee hat keine knackige Kruste und der Apfelstrudel ist zu sauer. Die Rechnung versöhnt: 185 Euro für vier Mann und drei Gänge. Fazit: Kann man nicht meckern, 29 Punkte.

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