Altbischof Wolfgang Huber wird am 12. August 80 Jahre alt. Foto: Andreas Klaer
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Stiftung Garnisonkirche Altbischof Huber scheidet aus Kuratorium aus

Kurz vor seinem 80. Geburtstag hat Wolfgang Huber seinen Rückzug verkündet. Der Schritt des bisherigen Vorsitzenden hatte sich abgezeichnet.

Potsdam - Altbischof Wolfgang Huber gibt den Vorsitz des Kuratoriums der Stiftung Garnisonkirche ab – aus Altersgründen. Das teilte die Stiftung am Donnerstag mit. „Seit Langem habe ich mich dazu entschieden, mich im Umfeld meines 80. Geburtstags von einer Reihe ehrenamtlicher Aufgaben zurückzuziehen. Dazu zählen meine Tätigkeiten im Kuratorium der Stiftung Garnisonkirche Potsdam und im Domstift Brandenburg“, wird Huber in der Mitteilung zitiert. Am 12. August wird der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland 80 Jahre alt. Von 1994 bis 2009 war er Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.  

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„Die Stiftung hat die Entscheidung mit Respekt zur Kenntnis genommen und ist dankbar für Wolfgang Hubers unermüdlichen Einsatz und alle wegweisenden Impulse“, teilt die Stiftung weiter mit. Die Gremien seien vor geraumer Zeit vertraulich informiert worden, so dass die Nachfolge vorbereitet werden könne. Über diese werde in der nächsten Sitzung des Kuratoriums entschieden, die laut Stiftungsvorstand Wieland Eschenburg im Herbst stattfinden soll. Ein Datum stehe noch nicht fest. 

Rücktrittsplan schon länger bekannt

Mit den Querelen rund um die Stiftung hat Hubers Schritt offenbar nichts zu tun. Dass er sein Amt zum 80. Geburtstag aufgeben wolle, war auch nach PNN-Informationen hinter den Kulissen schon länger bekannt. Nach der herben Kritik des Bundesrechnungshofs an der Finanzierung des Kirchturms hatten Garnisonkirchen-Kritiker im Februar Huber den Rücktritt nahegelegt. „Dann mag ein anderer Zeitpunkt kommen, an dem ich mich davon zurückziehe, aber nicht jetzt“, sagte er seinerzeit. 

Der neue Garnisonkirchturm solle werden, was er noch nie war“, betonte Huber in der Mitteilung vom Donnerstag: „Ein Zentrum für Frieden und Versöhnung.“ Diese Zielsetzung knüpfe an den Neuanfang nach Kriegsende mit der Heilig-Kreuz-Kapelle in der Ruine der Kirche an. Eine Möglichkeit dazu liege auch in einer Neugestaltung der Ecktrophäen, erklärte der Theologe: „Es geht mir um ein deutliches Zeichen für die Aufgaben, die hier wahrzunehmen sind – gemäß dem Dreiklang: Geschichte erinnern, Verantwortung lernen, Versöhnung leben.“ 

Die Vorstandsvorsitzende der Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche (FWG), Maike Dencker, erklärte zu Hubers Amtsaufgabe: 
"Der Vorstand der Fördergesellschaft respektiert diesen Schritt und dankt Herrn Altbischof Wolfgang Huber für die geleistete Arbeit, für das gemeinsame Ziel, des Aufbaus unserer Garnisonkirche." Sie begrüße zudem die Entscheidung der Stiftung, schon auf der nächsten Sitzung, einen geeigneten, gemeinsamen Kandidaten zu benennen, "der für die Kontinuität des Aufbaus der Garnisonskirche steht“, so Dencker.  

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