Estzer Kalmár aus Babelsberg Foto: privat
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Serie | Krisen-Tagebuch Bei Eszter Kalmár (44) ist bisher alles entspannt

Wie erleben Potsdamerinnen und Potsdamer die Coronakrise? Das erzählen sie im Krisen-Tagebuch der PNN. Hier berichtet Eszter Kalmár aus Babelsberg. 

Wie erleben Potsdamerinnen und Potsdamer die Coronakrise? Wie kommen sie im neuen Alltag zurecht? Was bewegt sie – und was macht ihnen Freude? Wir führen gemeinsam ein Krisentagebuch und fragen nach, wie es den Menschen in unserer Stadt geht.

Wie sieht Ihr neuer Alltag aus?

Normalerweise arbeite ich in meinem Büro im Rechenzentrum. Seit der Schulschließung bin ich daheim; das ist für mich unproblematisch, nur das Internet ist wichtig. Ich sitze im Schlafzimmer, meine Tochter ist vormittags in der Küche und erledigt ihre Hausaufgaben und mein Freund geht noch ins Büro, aber das liegt um die Ecke. Wir haben uns eine Tagesstruktur erarbeitet, dadurch geht der Tag schnell rum, ohne Diskussionen und Langeweile. Bisher sind wir in dieser Hinsicht alle entspannt.

Was fällt Ihnen in der momentanen Situation am schwersten?

Die Wochenenden fallen schwer, gerade wenn die Sonne so schön scheint. Und meine Tochter vermisst ihre Freunde und Hobbys sehr. Der Blick in die nahe Zukunft ist noch etwas trüb, denn ich arbeite hauptsächlich an Reiseführern. Ich hoffe, die Buch- und Reisebranchen können sich erholen.

Was ärgert Sie am meisten?

Mich ärgert, wenn Personen glauben, das Virus würde sie nicht betreffen. Aber auch Egoismus ist unangebracht. Ich hoffe, die Krise lässt uns wieder mehr zusammenwachsen.

Worüber haben Sie sich in den letzten Tagen gefreut?
Über den intensiveren Kontakt mit Freunden, die weiter weg wohnen, per Telefon. Nun sind alle daheim und haben Zeit für längere Gespräche. Endlich habe ich auch die Muße, Dinge zu erledigen, die man sonst gern ignoriert: Frühjahrsputz oder ähnliches. 

Ihr persönlicher Tipp zum Umgang mit der Krise?
Die Krise betrifft uns alle auf ganz unterschiedliche Weise, da fällt es mir schwer, einen Tipp auszusprechen. Wer Hilfe benötigt, in welcher Form auch immer, sollte sich nicht scheuen, das auszusprechen. Die Hilfsbereitschaft ist groß.


Sie möchten selbst mitmachen oder kennen jemanden, den wir für unser Krisentagebuch in den kommenden Tagen befragen sollten? Schicken Sie uns eine E-Mail an [email protected], wir freuen uns über Ihre Nachrichten!

Teil 1: Christian Neusser über kleine Freuden im Corona-Alltag

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