Protest gegen die Pläne für Schulcampus im August 2020. Foto: Ottmar Winter PNN
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Schulcampus am Bahnhof Rehbrücke Pläne werden bald öffentlich ausgelegt

Das Rathaus treibt die Pläne für einen Schulcampus in der Waldstadt voran. Im Frühjahr soll der Bebauungsplan vorgelegt und ein Wettbewerb gestartet werden.

Potsdam - Für den Bau eines großen Schulcampus in der Waldstadt bereitet die Stadtverwaltung die nächsten Schritte vor. Der entsprechende Bebauungsplan Nummer 142 soll im Frühjahr öffentlich ausgelegt werden, teilte die Stadtverwaltung auf PNN-Anfrage mit. Dazu werde es vorab eine entsprechende Information des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Entwicklung des ländlichen Raumes geben. 

Außerdem soll die Verwaltung Vorschläge dazu machen, wie mehrere Beschlüsse der Stadtverordneten zu dem Projekt umgesetzt werden können: So sollten möglichst zusammenhängende Waldflächen erhalten bleiben, maximal Abstand zwischen Wohngebäuden und Sportplätzen gehalten werden. Es sollte geprüft werden, ob der Standort so an das Straßennetz angebunden werden kann, dass der Verkehr nicht durch das Wohngebiet fließt. Alle Hochbauten sollen außerhalb des Landschaftsschutzgebietes errichtet werden.

Wie berichtet hatte die Stadtverordnetenversammlung im Februar im nicht-öffentlichen Teil ihrer Sitzung grünes Licht für den Kauf von 125.000 Quadratmetern Landesflächen gegeben. Details zum Kaufpreis nannte die Stadtverwaltung nicht. Die Preisfrage war lange Zeit zwischen Rathaus und Land umstritten. 

Nutzung ab Sommer 2026 geplant

Aus Sicht der Stadtverwaltung wird die Gesamtschule wegen der steigenden Schülerzahlen - besonders in der Waldstadt und der Teltower Vorstadt - dringend benötigt. Außerdem soll die Förderschule am Nuthetal langfristig an den Standort Waldstadt umziehen, damit das Schulgebäude am Schlaatz als Gymnasium genutzt werden kann. Der Standort soll möglichst ab Sommer 2026 zur Verfügung stehen. Ursprünglich war das Jahr 2024 vorgesehen.

Doch die Pläne stoßen von Anfang an auf Kritik. Anwohner hatten über Jahre hinweg gegen die Pläne protestiert. Der brandenburgische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hatte bereits erklärt, gegen den Bebauungsplan zu klagen, wenn er beschlossen werde.

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Wie der Schulcampus genau aussehen soll, soll in einem Architektenwettbewerb bestimmt werden. Dieser soll zur B-Planauslegung beginnen. Einen genauen Termin gibt es noch nicht. "Die Wettbewerbsergebnisse werden dann knapp ein Jahr nach dem Startschuss erwartet", so Stadtsprecheirn Christine Homann. Bauherr ist - wie bei städtischen Schulen üblich - der Kommunale Immobilienservice. Für den Schulcampus sind inklusive Turnhalle 43 Millionen Euro in seinem Investitionsplan eingepreist.


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