In der Waldstadt steigt die Zahl der Schüler (Symbolbild). Foto: Ottmar Winter PNN
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Schulcampus am Bahnhof Rehbrücke Pläne müssen möglicherweise neu ausgelegt werden

Über den Schulcampus in der Waldstadt wird seit Jahren gestritten. Nun könnte sich das Planungsverfahren erneut verzögern.

Potsdam - Der Bebauungsplan für den umstrittenen Schulcampus in der Waldstadt muss möglicherweise noch einmal neu angelegt werden. Das teilte die Stadtverwaltung auf PNN-Anfrage mit. "Der zweite Entwurf des Bebauungsplans würde in einem solchen Fall dann auch noch im zweiten Quartal 2022 ausgelegt werden", so Stadtsprecherin Christine Homann. Das Verfahren würde damit eine Extrarunde drehen.

Ob es dadurch zu Verzögerungen für das gesamte Projekt kommen könnte, ist noch unklar. Laut Integriertem Schulentwicklungsplan sollen am Standort Waldstadt-Süd zum Schuljahr 2026/2027 die Gesamtschule sowie der Ersatzneubau für die Schule am Nuthetal errichtet werden. "Ob dieser Zeitplan gehalten werden kann, wird sich im weiteren Planungsprozess erhärten können."

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Der Entwurf des Bebauungsplans Nr. 142 „Schulstandort Waldstadt-Süd“ war bereits im Juli und August 2021 öffentlich ausgelegt worden. Dabei habe es eine Vielzahl von Rückmeldungen und Stellungnahmen gegeben, die überwiegend die Themen Walderhalt, Klimaschutz und Nutzung des Landschaftsschutzgebietes betrafen, hieß es weiter. Die Auswertung der Stellungnahmen, die notwendige Abwägung sowie die möglicherweise daraus resultierende Änderung des Bebauungsplanentwurfs sei noch in Erarbeitung. Geplant sei, dies im zweiten Quartal abzuschließen.

Aus Sicht der Stadtverwaltung wird die Gesamtschule wegen der steigenden Schülerzahlen - besonders in der Waldstadt und der Teltower Vorstadt - dringend benötigt. Außerdem soll die Förderschule am Nuthetal langfristig an den Standort Waldstadt umziehen, damit das Schulgebäude am Schlaatz als Gymnasium genutzt werden kann. Der Standort soll möglichst ab Sommer 2026 zur Verfügung stehen. Ursprünglich war das Jahr 2024 vorgesehen. Der Komplex soll rund 43 Millionen Euro kosten.

Doch gegen die Pläne aus dem Rathaus gab es von Anfang an Widerspruch. Eine Bürgerinitiative bildete sich. Auch die Stadtpolitik fasste mehrere Beschlüsse, die nun bei den Planungen berücksichtigt werden müssen. So sollten möglichst zusammenhängende Waldflächen erhalten bleiben, maximal Abstand zwischen Wohngebäuden und Sportplätzen gehalten werden. Es sollte geprüft werden, ob der Standort so an das Straßennetz angebunden werden kann, dass der Verkehr nicht durch das Wohngebiet fließt. Alle Hochbauten sollen außerhalb des Landschaftsschutzgebietes errichtet werden.

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