Schöne Aussichten. 3800 Menschen sollen in einigen Jahren auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne Krampnitz wohnen, wenn es nach den Plänen der Stadtverwaltung geht. 90 hochwertige Einfamilienhäuser sind am Südhang des Aasberges geplant. Foto: Polo GmbH
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Potsdams altes Kasernengelände Krampnitz? „Yes we can!“

Im Potsdamer Stadtforum werden die Pläne zur Bebauung der ehemaligen Kaserne überwiegend begrüßt. Die Stadt benötigt das Areal dringend, um Wohnraum zu schaffen. Zuvor aber muss alte Bausubstanz abgerissen werden.

Neu Fahrland - Zumindest in einer Sache waren sich alle Teilnehmer bei der Sitzung des Stadtforums am Donnerstagabend einig: Potsdam braucht den neuen Stadtteil auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne Krampnitz. Schließlich wächst die Stadt seit Jahren, bis 2030 soll Potsdam 180 000 Einwohner haben. Und schon jetzt ist der Wohnraum knapp.

Vor rund 60 Zuhörern präsentierten die Verfasser der Vorbereitenden Untersuchung für das Entwicklungsgebiet im Norden der Stadt das Projekt, bei dem bis 2023 rund 1600 Wohnungen entstehen sollen. Eine einmalige Chance für die Stadt, wie Erich Jesse, Chef der zur städtischen Bauholding Pro Potsdam gehörenden Polo GmbH betonte. An keiner anderen Stelle sei es möglich, so viel Wohnraum zu schaffen. Und das für einen laut Jesse vergleichsweise niedrigen Preis: Seinen Berechnungen zufolge würde die Stadt am Ende mit einem Defizit von 10,7 Millionen Euro dastehen - für ein komplettes neues Stadtviertel.

Allerdings müssten durchaus einige Probleme gelöst werden, fügte Co-Autor Günter Fuderholz hinzu. So müssten als erstes große Mengen an unbrauchbarer Bausubstanz abgerissen und der Grundwasserschaden beseitigt werden. Zudem müsse der neue Stadtteil an den öffentlichen Nahverkehr angebunden werden, fügte Cordelia Polinna von der Technischen Universität Berlin hinzu, die das Projekt im Auftrag des Stadtforums unter die Lupe genommen hatte. Schließlich sei es sechs Kilometer vom Stadtzentrum entfernt – für viele zu weit zum Fahrradfahren. Auch eine dichtere Bebauung müsse in Betracht gezogen werden. Dadurch könnten Heizkosten gespart und eine für den Einzelhandel attraktive Masse an potenziellen Käufern geschaffen werden. Prinzipiell sei die Entwicklung aber sinnvoll, betonte die Wissenschaftlerin.

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