Die Wiese bleibt frei: Der Südhang des Aasbergs darf bei der geplanten Entwicklung des Wohngebiets Krampnitz nicht bebaut werden. Foto: dpa
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Potsdamer Wohngebiet muss ohne Aasberg auskommen Krampnitz ist genehmigt – zum Teil

Potsdam darf das neue Wohnviertel in Krampnitz bauen lassen - allerdings mit einer Einschränkung. Die 74 hochpreisigen Einzel- und Doppelhäuser am Aasberg, das geplante Wohnviertel "Schöne Aussicht" wurde nicht genehmigt. Damit entgeht Potsdam ein lukratives Geschäft.

Potsdam - Nun hat es die Stadt schwarz auf weiß: Die Entwicklung der ehemaligen Kaserne Krampnitz als Wohngebiet wird genehmigt – allerdings ohne die lukrative „Schöne Aussicht“ am Südhang des Aasbergs. Dies geht aus dem Bescheid der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg hervor, der der Stadtverwaltung nun vorliegt, wie eine Sprecherin am gestrigen Dienstag bestätigte. Grund für die Ablehnung durch die Behörde ist der Naturschutz – schließlich war dieser Teil des neuen Viertels innerhalb des Landschaftsschutzgebietes Königswald geplant. Der Stadt entgeht damit ein lukratives Geschäft: Die „Schöne Aussicht“ sollte ein Neubauviertel mit 74 hochpreisigen Einzel- und Doppelhäusern werden.

Angeblich erhöht sich das Defizit der Stadt, das nach bisheriger Planung bei 10,7 Millionen Euro liegen soll, durch den Wegfall um fünf Millionen Euro. Ob Potsdam gegen die Entscheidung mit einer Klage vorgehen wird, war gestern noch unklar. Der Bescheid werde geprüft, hieß es lediglich. Bis 2023 sollen auf dem Kasernengelände Wohnungen für Tausende von Menschen entstehen. Dafür will die Stadt das Gelände zum Entwicklungsgebiet erklären und Investoren die Gebäude nach festgelegten Vorgaben bauen lassen. Zum einen sollen historische Häuser aus der Entstehungszeit der Kaserne (1937-1939) saniert und umgebaut, zum anderen Neubauten errichtet werden. (wik)

 

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