Das Rechenzentrum wechselt den Betreiber. Foto: Sebastian Gabsch PNN
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Potsdamer Mitte Trägerwechsel beim Künstlerhaus im Rechenzentrum

Der Verein Freundliche Übernahme Rechenzentrum (FÜR) will künftig das Künstlerhaus im Rechenzentrum betreiben. Der bisherige Träger zieht sich zurück.

Potsdam - Dem Künstler- und Kreativhaus im Rechenzentrum in der Breiten Straße steht ein Trägerwechsel bevor. Der Verein Freundliche Übernahme Rechenzentrum (FÜR) wolle künftig die Rolle des Betreibers übernehmen, teilte der Verein am Mittwoch mit. Nach eigenen Angaben zählt er derzeit 173 Mitglieder, ein Großteil davon sind Künstler und Kreative, die auch selbst Nutzer des DDR-Gebäudes sind. 

Nur eine "selbstbestimmte, nutzerInnenorientierte Entwicklung und Gestaltung des Standortes ermöglicht es, sämtliche Potenziale eines Kunst- und Kreativortes in der Mitte der Stadt zu entfalten", so der Verein.

Der Träger will sich freiwillig zurückziehen

Der bisherige Träger, die Stiftung Sozialpädagogisches Institut Berlin (SPI), will sich nach PNN-Informationen freiwillig aus dem Projekt zurückziehen. Für eine kurzfristige Stellungnahme war dort zunächst niemand zu erreichen. Beim fürs Rechenzentrum zuständigen Sanierungsträger der Stadt ist man überrascht: Bislang sei noch niemand wegen eines Trägerwechsels an das Unternehmen herangetreten, sagte eine Sprecherin den PNN. Sollte dies der Fall sein, müsse geprüft werden, "ob und inwieweit" ein solcher Schritt möglich wäre.

Der Verein FÜR strebt außerdem auch eine Trägerschaft für den noch zu errichtenden Ersatzbau für das Rechenzentrum an, hieß es. Wie berichtet können die Kreativen das Rechenzentrum noch bis 2023 nutzen, danach soll es für einen späteren Wiederaufbau des Schiffs der Garnisonkirche abgerissen werden. Die Modalitäten für einen Ersatzbau sollen in einer Machbarkeitsstudie geklärt werden, die bis März fertig sein soll, sagte die Sprecherin des Sanierungsträgers. Ein Beschluss der Stadtverordneten wird im Mai erwartet. Auf dieser Grundlage sollen ein Grundstücksvergabeverfahren und ein Werkstattverfahren zur Konkretisierung der Nutzungs- und Baustruktur durchgeführt werden.

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