Die transparente Weltkugel am Markt-Center. Foto: Varvara Smirnova
© Varvara Smirnova

Potsdamer Erfolgsgeschichten Diese Projekte kamen 2019 ins Ziel

Jana Haase

Gut Ding will Weile haben, heißt es. Diese Potsdamer Projekte kamen 2019 erfolgreich ins Ziel - darunter ist ein DDR-Kunstwerk und das Alexanderhaus. 

DDR-Kunstwerk

2010 wurde die „Transparente Weltkugel“ in der Innenstadt abgebaut. Die Wiederaufstellung verzögerte sich viele Jahre. Seit August ist sie endlich wieder zu sehen – neben dem Markt-Center in der Breiten Straße. Die Familie Grün und die Staudenhof-Skulpturen warten indes noch auf die Rückkehr.

DDR-Grenze und Revolution

Im 30. Jahr der Friedlichen Revolution ist endlich der lange geplante Erinnerungspfad zur früheren Grenze am Jungfernsee eröffnet worden. Und in der Hegelallee 8 erinnert seit Dezember eine Gedenktafel an die Besetzung der dortigen Stasi-Zentrale durch Potsdamer Bürger am 5. Dezember 1989. Das große Aber: Das Denkmal für die Friedliche Revolution auf dem Luisenplatz lässt weiter auf sich warten. Die Idee existiert seit 2013, seit diesem Jahr gibt es zumindest neun Entwürfe.

Ein Entwurf für das Demokratiedenkmal am Luisenplatz - insgesamt hatten neun Künstler Vorschläge gemacht. Foto: Ottmar Winter Vergrößern
Ein Entwurf für das Demokratiedenkmal am Luisenplatz - insgesamt hatten neun Künstler Vorschläge gemacht. © Ottmar Winter

Alexanderhaus

Es ist ein Paradebeispiel dafür, was persönliches Engagement möglich machen kann: 2013 fand der erste Arbeitseinsatz am Alexanderhaus in Groß Glienicke statt. Seitdem arbeiteten britische Nachfahren der früheren Besitzer, der Familie Alexander, gemeinsam mit Groß Glienickern an der Restaurierung des Wochenendhauses. Im Juni wurde es als Begegnungszentrum eingeweiht.

Yasmeen Akhtar leitet das Alexanderhaus in Groß Glienicke. Foto: Andreas Klaer Vergrößern
Yasmeen Akhtar leitet das Alexanderhaus in Groß Glienicke. © Andreas Klaer

Bombensicher

Die Expertise von Mike Schwitzke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst war 2019 mehrfach gefragt. Im Januar entschärfte er einen Blindgänger in der Speicherstadt, 5900 Potsdamer mussten ihre Wohnungen verlassen. Im August gab es Aufregung um ein Granatenteil auf der Freundschaftsinsel, im September um Giftampullen aus dem Ersten Weltkrieg im Bornstedter Feld, drei Schulen wurden evakuiert. Fünf Fliegerbomben an der Michendorfer Chaussee entschärfte Schwitzke im September. Eine im Dezember in der Pirschheide gefundene Weltkriegsbombe musste er sprengen.

Kongsnæs

2009 erwarb Investor Michael Linckersdorff die Matrosenstation Kongsnæs an der Schwanenallee, aber das Projekt schien unter keinem guten Stern zu stehen: Immer wieder gab es Verzögerungen, zudem schwelte ein Rechtsstreit mit Anwohnern. Im Juli wurde das Restaurant in der wiedererrichteten Ventehalle nun eröffnet, betrieben von dem Gastronom Josef Laggner.

Welterbe

Wegen der geplanten Neubebauung am Humboldtring drohte Potsdam seit mehreren Jahren die Rote Liste für den Unesco-Welterbe-Titel. Der Streit wurde im September beigelegt. Im November die zweite gute Nachricht: Potsdam ist ab sofort auch Unesco-Filmstadt.


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