Kathi Wiggert engagiert sich hauptamtlich für die Tierrettung Potsdam. Foto: Ottmar Winter
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Potsdamer Erfolgsgeschichte Jugend-Tierrettung feiert einjähriges Bestehen

Christian Müller

Vor einem Jahr startete das Projekt Jugend-Tierrettung, um Kindern den richtigen Umgang mit Tieren zu lehren. Der Zuspruch ist hoch.

Potsdam - Vor einem Jahr rief die Tierrettung Potsdam das Projekt Jugend-Tierrettung ins Leben - und hat damit offenbar einen Nerv getroffen. "Wir können uns vor Anfragen kaum retten", sagte Kathi Wiggert von der Tierrettung Potsdam den PNN. "Darauf sind wir stolz."

Die Initiative startete am 1. Januar 2019, um Kindern und Jugendlichen die Natur wieder näher zu bringen und im Umgang mit Tieren zu schulen. "Die Kinder sollen ein Gespür dafür bekommen, wann man Tieren hilft und wann nicht", sagte Wiggert, die sich hauptberuflich bei der Tierrettung engagiert.

GZSZ-Stars unterstützen Jugendliche

Im Rahmen des Projekts werden 14-tägig Termine angeboten. Einmal im Monat können Kursteilnehmer (zwischen 6 und 14 Jahren) in Geltow (Gemeinde Schwielowsee) lernen, wie man mit Igeln, Hühnern und Mäusen umgeht. Bei dem anderen monatlichen Termin unternehmen die Tierretter Ausflüge mit den Nachwuchskräften. "Die Kinder halten auch engen Kontakt zu unseren Wildtieren", sagte Wiggert. Außerdem können die Kinder und Jugendlichen die Tierretter bei Einsätzen begleiten.

Auch von außen ist der Zuspruch groß. Zuletzt unterstützten die Stars der RTL-Soap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" die Jugend-Tierretter. Die Schauspieler bemalten und unterschrieben eine Katzenhöhle, die meistbietend versteigert wird. Vom Erlös möchten sich die Kinder und Jugendlichen Vereins-Shirts kaufen. Gebote können bis zum 20. Januar unter diesem Facebook-Post abgegeben werden.

 

93-Jährige adoptiert Katze

Auch die gemeinsam mit dem Verein Tiere e.V. betriebene Vermittlung von Tieren an ältere Menschen läuft gut. "Im vergangenen Jahr hat sogar eine 93-Jährige eine Katze adoptiert", sagte Wiggert. Die Aktion ermöglicht es älteren Menschen, ein Haustier zu halten. Der Vorteil: Im Krankheitsfall kümmern sich die Tierretter um das vermittelte Tier.

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