Eines der vielen Potsdamer Neubaugebiete - auf dem Gelände der ehemaligen Grauen Kasernen Lutz Hannemann
© Lutz Hannemann

Potsdam wächst langsamer Weniger Geburten und Zuzüge

Nach Jahren des fast ungebremsten Wachstums bleiben die aktuellen Zuzugszahlen für Potsdam unter den Erwartungen der Stadtverwaltung. Das zeigen aktuelle Zahlen.

Potsdam - Weniger Geburten, weniger Zuzug: Das Potsdamer Bevölkerungswachstum hat sich im vergangenen Jahr weiter abgeschwächt. Zwar leben in der Stadt jetzt schon 180.503 Potsdamer – das sind genau 2156 mehr als noch Anfang des vorigen Jahres 2019. 

Im Jahr 2018 hatte der Zuwachs noch rund 2650 Potsdamer betragen. Und vorher waren seit Ende 2014 pro Jahr stets um die 4000 zusätzliche Bewohner registriert worden. Das geht aus den Angaben des neuen statistischen Quartalsberichts hervor, den das Rathaus jetzt auf seiner Internetseite veröffentlicht hat.

Die Herausforderungen des Wachstums sind immens

Damit liegt man unter den 2018 prognostizierten Zuzugswerten von 2400 bis 3800 Neubürgern pro Jahr. Das bedeutet eine Atempause für die Stadt, deren stetiges Wachstum auch eine immense Herausforderung ist – weil die kommunale Infrastruktur, von Schulen über Kitas bis zur Wasserversorgung, deutlich erweitert werden muss.

So sank die Zahl der Zuzügler im vergangenen Jahr noch einmal leicht – von 11.776 Personen im Jahr 2018 auf zuletzt 11.093 Neu-Potsdamer. Zugleich verließen auch weniger Potsdamer ihre Stadt: 8973 waren es im vergangenen Jahr, 2018 waren es 9538 – ein Höchstwert der vergangenen Jahre, der einmal mehr die Frage aufgeworfen hatte, wie stark durch den Boom und die steigenden Mieten in der Stadt alteingesessene Potsdamer verdrängt werden.

Gesunken ist die Zahl der Geburten: Jeweils fast 2000 waren es noch in den Jahren 2017 und 2018, im vergangenen Jahr erblickten 1842 Neugeborene das Licht der Welt. Zugleich registrierte die Stadt 1735 Todesfälle, was auf dem Niveau des Vorjahrs liegt.

Der Ausländeranteil liegt bei 9,1 Prozent

Der Ausländeranteil in Potsdam liegt aktuell bei 9,1 Prozent, vor fünf Jahren – also vor der sogenannten Flüchtlingskrise 2015 – lag er noch bei rund fünf Prozent. 

Unter den zuletzt mehr als 16.000 Ausländern sind rund 4100 aus Ländern wie Syrien, Afghanistan oder Tschetschenien. Vor einem Jahr waren das noch 400 Personen weniger, die aus sogenannten Asylherkunftsländern stammen.

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