Der PNN-Newsletter - heute von Marion Kaufmann. Grafik: TSP
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Potsdam HEUTE, Donnerstag, 10. Juni 2021 Für immer "unser Aschenbrödel"

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Guten Morgen,

ein wenig seien sie alle in die damals 20-jährige Libuše Šafránková, das zauberhafte Aschenbrödel, verliebt gewesen. "Aber das war eine harmlose Schwärmerei. Zwischen uns lagen Welten. Und außerdem war ich damals schon mit meiner späteren Frau zusammen." Diese Schilderung stammt von Ulrich Junghanns, Brandenburgs früherem CDU-Wirtschaftsminister und Ex-Vize-Ministerpräsidenten. Junghanns war als Komparse in dem zum Weihnachtsklassiker gewordenen Märchenfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" dabei. Aufgewachsenen in einem kleinen Dorf in Thüringen, ließ sich der spätere märkische CDU-Landesvorsitzende von 1972 bis 1974 im sächsischen Hengstdepot Moritzburg zum Facharbeiter für Pferdezucht und Leistungsprüfung ausbilden. Dort, wo 1973 ein Teil der Dreharbeiten stattfand, wurden Doubles für die Reitszenen gesucht. „Wir mussten mit brennenden Fackeln die steile Burgabfahrt hinuntergaloppieren“, sagte er 2018 dem Tagesspiegel. Ein Honorar haben Junghanns und die anderen Statisten nicht bekommen. „Aber dafür durften wir ja die schöne Prinzessin aus der Nähe bewundern.“


Libuše Šafránková, die schöne Hauptdarstellerin des Kultfilms aus der gemeinsamen Werkstatt der Defa in Babelsberg und den Filmstudios in Prag-Barrandov, lebt nicht mehr. Zwei Tage nach ihrem 68. Geburtstag starb sie am Mittwoch nach schwerer Krankheit in Prag. Hier finden Sie einen Nachruf auf die tschechische Schauspielerin, die später auch in anderen Rollen reüssierte.
Die Defa-Stiftung erinnerte am Mittwoch bei Facebook mit einer Szene aus dem Märchen, die wahrscheinlich jeder mitsprechen kann, an Šafránková, die "im Herzen vieler Zuschauer immer ,unser Aschenbrödel' bleiben wird":

"Die Wangen sind mit Asche beschmutzt, aber der Schornsteinfeger ist es nicht. Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht. Zum Dritten: Ein silbergewirktes Kleid mit Schleppe zum Ball, aber eine Prinzessin ist es nicht..."


In Potsdam wird "unser Aschenbrödel" auf jeden Fall unvergessen bleiben: Der Märchenfilm, der Libuše Šafránková berühmt machte, ist in den Boulevard des Films in der Brandenburger Straße aufgenommen worden


Auch im heutigen Newsletter: 

  • Neuer Ärger in Krampnitz: Bauer droht mit Klage gegen Radschnellweg
  • Gewerbeansiedlung am Filmpark: Investor erwartet 5000 Arbeitsplätze für Potsdam
  • Jedermann-Impfung: In Kyritz gibt es die Anti-Corona-Spritze ohne Anmeldung
  • Sofa statt Hörsaal: Wie Brandenburgs Studenten unter dem Lockdown leiden
  • Tipps für Unternehmungen
  • ...und jede Menge mehr

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