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Potsdam HEUTE, Dienstag, 30. Juni 2020 Die Maskenpflicht, Schellnhuber und die Klimaretter, Laggner und der Bürgerbahnhof

Lesen Sie jetzt den neuen PNN-Newsletter "Potsdam HEUTE" mit allen wichtigen Terminen und Informationen für den heutigen Dienstag.

Guten Morgen,

es gibt historische Ereignisse, an die man sich immer erinnern wird. Von denen man seinen Lebtag lang weiß, was man am fraglichen Tag zur fraglichen Stunde gemacht hat. Das Attentat auf John F. Kennedy gehört für die Älteren ganz sicher zu diesen Ereignissen. Oder der 11. September 2001, als die Welt ebenso ungläubig wie entsetzt mit ansah, wie die Türme des World Trade Center nach einem Terrorangriff einstürzten. Auch der Tag des Mauerfalls am 9. November 1989 gehört zweifellos in diese Aufzählung. Aber wissen Sie noch, wie Sie den 30. Juni 1990 verbracht haben, den Tag vor genau 30 Jahren? Für alle Deutschen, die damals diesseits der Elbe lebten, war das fraglos ein einschneidendes Ereignis. Es war der letzte Tag der Mark der DDR, der Alu-Chips, wie sie im Volksmund genannt wurden. Am 1. Juli wurde sie von der D-Mark abgelöst. Herbeigesehnt von der Mehrheit der Bürger, folgte für viele bald darauf die Ernüchterung. DDR-Betriebe wurden zuhauf abgewickelt, die Menschen standen ohne Arbeit da, wie Wirtschaft brach zusammen. Die Geschichte dieser folgenschweren Entscheidung und alle Hintergründe können Sie hier noch einmal nachlesen

Ich weiß übrigens noch, wo ich vor genau 30 Jahren war. Nicht in Deutschland, sondern auf Abi-Klassenfahrt in London, mein erstes Schnuppern an der großen, weiten, westlichen Welt. Ich habe bestimmt auch irgendetwas gekauft an jenem Tag. Und nicht mit D-Mark bezahlt. Sondern mit Pfund Stirling. 

Worüber spricht Potsdam heute?

Die Masken-Frage 
Lassen Sie mich hier zunächst einmal danke sagen. PNN-Chefredakteurin Sabine Schicketanz hat Sie, liebe PNN-Newsletter-Leser, gestern an dieser Stelle aufgerufen, uns Ihre Meinung zu der Frage zu schreiben, ob auch Brandenburg Bußgelder bei Verstößen gegen die Maskenpflicht verhängen sollte. Uns haben dazu viele, viele E-Mails erreicht, dafür ganz herzlichen Dank! Ganz einig sind sich die Leser in der Frage zwar nicht, aber die meisten würden angesichts der zunehmenden Verstöße Sanktionen doch befürworten

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© Ottmar Winter

Allerdings sieht es derzeit nicht danach aus, als würde Brandenburg in dieser Frage auf das Berliner Vorbild umschwenken. Wir haben recherchiert: Hier können Sie lesen, wie Regierung und Opposition zum Thema stehen, wie sich Potsdam als Stadt verhält und warum die unterschiedlichen Regeln in beiden Bundesländern die Verkehrsunternehmen vor Probleme stellen. 

Was muss ich für heute wissen?

Das Corona-Update
Eine Neuinfektion mit dem Virus in Potsdam, drei im Landkreis Potsdam-Mittelmark - und trotzdem keine steigenden Fallzahlen im Land? Doch, das geht. Weil Brandenburgs Gesundheitsministerium mit älteren Zahlen arbeitet, fließen die genannten Neuinfektionen erst nachträglich in die Statistik ein. 

In Potsdam haben sich damit bislang 647 Menschen angesteckt, davon gelten 508 als genesen, 50 starben mit oder an dem Virus. 21 Personen befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne.


Die drei Neuinfektionen in der Mittelmark verteilen sich auf Stahnsdorf, Werder (Havel) und Kloster Lehnin. Insgesamt sind damit 571 Menschen im Landkreis seit Beginn der Coronakrise infiziert worden. 518 gelten inzwischen als genesen, das sind vier mehr als noch am Sonntag. 

Das Land Brandenburg meldete am Montag wie erwähnt keine neuen Fälle, es blieb es bei 3451 Infizierten seit dem Beginn der Pandemie. Aktiv erkrankt sind derzeit 130 Menschen. 
Zurück nach Potsdam: Eine gute Nachricht gibt es für Nutzer der Bibliothek im Bildungsforum: Es dürfen ab morgen wieder mehr Besucher in die Räumlichkeiten. Der Einlass wird auf 60 Personen erhöht, auch werden mehr Sitzmöglichkeiten und Laptop-Plätze freigegeben.

Über die aktuellen Entwicklungen in der Coronakrise in Potsdam und Brandenburg informieren wir Sie in unserem Newsblog.

Potsdams BER
Kennen Sie Potsdams längste Baustelle? Also nicht in Metern, sondern zeitlich gesehen? Klick macht es bei Ihnen vermutlich, wenn ich Ihnen dazu den Tipp "Josef Laggner" gebe. 

Der Bürgerbahnhof, am Bahnhof Potsdam Park Sanssouci. Foto: Ottmar Winter Vergrößern
Der Bürgerbahnhof, am Bahnhof Potsdam Park Sanssouci. © Ottmar Winter

Genau - der Bürgerbahnhof nahe dem Neuen Palais. In diesem Jahr feiert der Berliner Gastronom, der unter anderem das Lutter & Wegner am Gendarmenmarkt betreibt, ein kleines Jubiläum, wenn auch ein wenig rühmliches. Seit zehn Jahren gehört ihm Potsdams ältestes Bahnhofsgebäude, aus dem er ein Ausflugslokal machen wollte. Die Eröffnungstermine, die er ankündigte und verstreichen ließ, sind fast schon ohne Zahl. Jedenfalls "vor dem BER" werde er eröffnen, hatte er vor ein paar Jahren noch mit mildem Spott für Deutschlands größte Pleitenbaustelle erklärt. Doch auch damit dürfte es mittlerweile eng werden. Bekanntlich prüft die Stadt bereits, ob sie von ihrem Rückkaufsrecht Gebrauch macht. Nun stellte sich auch noch heraus, dass Laggner bei der Sanierung des 1869 errichteten Bauwerks gegen Denkmalschutzauflagen verstoßen hat. Worum es konkret geht, und ob der Gastronom überhaupt noch Interesse an dem Vorhaben hat, lesen Sie hier

Achtung, Astflug!
Haben bei Ihnen am Freitag um 14.59 Uhr auch die Wände gewackelt und die Scheiben geklirrt? Bei mir zu Hause jedenfalls hat die Bombensprengung spürbar Eindruck hinterlassen. Zum Glück ist alles heil geblieben. Was man von der näheren Umgebung des Detonationsortes nicht behaupten kann. Es flog nämlich nicht nur das als Puffer um den Sprengkörper gewickelte Stroh durch die Gegend, sondern auch bis zu zehn Zentimeter starke Äste. Ein Stück Uferweg nebst Böschung auf der Freundschaftsinsel wurde ebenfalls beschädigt. Ob sonst noch etwas kaputt ging und wer nach Ansicht der Stadt für die Schäden aufkommen soll, lesen Sie hier.

Aufräumarbeiten auf der Freundschaftsinsel nach der Bombenentschärfung. , Foto: Ottmar Winter Vergrößern
Aufräumarbeiten auf der Freundschaftsinsel nach der Bombenentschärfung. , © Ottmar Winter

Tatort Kleinmachnow
Kleinmachnow wird von einer mutmaßlichen Vergewaltigung einer jungen Frau erschüttert. Die 27-Jährige brach am Sonntagabend um 18 Uhr zu ihrer Joggingrunde auf und wurde laut Polizei von einem bislang Unbekannten in Höhe des Panzerdenkmals ins Gebüsch gezogen, wo er die Frau sexuell missbrauchte.

Trotz Hubschrauber- und Hundeeinsatz konnte die Polizei den Täter nicht fassen. Er soll um die 25 Jahre alt und etwa 1,75 Meter groß sein, braune Augen und leicht gebräunte Haut haben. Bekleidet war er nach Aussagen des Opfers mit einer blauen Jogginghose, zudem hatte er einen orangefarbenen Rucksack dabei. Falls Sie den Tatverdächtigen in der fraglichen Zeit gesehen haben sollten oder andere zweckdienliche Hinweise geben können, melden Sie sich unbedingt bei der Polizei. Hier ist die Telefonnummer. 

Was soll ich heute lesen?

Rebellen gegen den Klimawandel 
Hand aufs Herz: Wie oft haben Sie sich in den letzten drei Monaten Sorgen wegen des Klimawandels gemacht? Wenig? Gar nicht? Nun, Sie müssen sich nicht schämen. So wie Ihnen dürfte es vielen in der Coronakrise gegangen sein. Die Angst vor dem gefährlichen Virus, für viele gepaart mit der Sorge um den Job oder, bei Selbstständigen, das kräftezehrende Ringen ums wirtschaftliche Überleben, hat vieles in den Hintergrund gedrängt, was global gesehen nicht weniger wichtig ist als die Eindämmung des Coronavirus. Wie eben der Kampf gegen den Klimawandel. Man denke nur an die leidenschaftlichen, engagierten Demonstrationen, die auch die Potsdamer "Fridays For Future"-Bewegung im vergangenen Jahr noch abgehalten hatte. Es gibt sie aber noch, die Vorkämpfer, die Galionsfiguren der Klimabewegung

Hans Joachim Schellnhuber. Foto: Monika Skolimowska/dpa Vergrößern
Hans Joachim Schellnhuber. © Monika Skolimowska/dpa

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, was Politik, auch finanziell, bewegen kann, wenn es um die Wurst geht. Dass die Klimabewegung deswegen im öffentlichen Bewusstsein aktuell kaum mehr eine Rolle spielt, treibt sie nur noch mehr an. Unterstützt werden sie dabei von einer Legende der Klimaforschung, dem langjährigen Chef des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Hans Joachim Schellnhuber. Warum die jungen Klimaaktivisten Helden für ihn sind, warum er Angst um sie hat und wie sie ihren Kampf in Corona-Zeiten weiterführen: Hier geht's zur Geschichte.

Welche Termine sind heute wichtig?

  • Gegen Antisemitismus: Die AfD ist vor allem im Osten auf dem Vormarsch und wird inzwischen in Brandenburg vom Verfassungsschutz beobachtet, rechtsextremes Gedankengut wird in Teilen der Gesellschaft leider wieder salonfähig. Vor diesem Hintergrund wird der stete Kampf gegen Hass und braune Hetze immer wichtiger. Welche Möglichkeiten Brandenburgs Verfassung dafür bietet und wo sie möglicherweise nachgebessert werden muss, ist Thema des Symposiums "Mit der Verfassung gegen Antisemitismus", das heute von 12 bis 16 Uhr im Audimax auf dem Campus am Neuen Palais der Universität Potsdam stattfindet. Die von der F.C. Flick Stiftung, dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien und dem Abraham Geiger Kolleg initiierte Veranstaltung wird von Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) eröffnet. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung per E-Mail wegen der aufgrund des Coronavirus beschränkten Platzkapazitäten erforderlich. 
  • Wie weiter mit Karstadt? Mit der drohenden Schließung des Potsdamer Karstadt-Kaufhauses und den Folgen für den Handel in der Brandenburger Straße befasst sich der Bauausschuss heute Abend um 18 Uhr in einer außerordentlichen Sitzung im Treffpunkt Freizeit, Am Neuen Garten 64. Bekanntlich will Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) noch einmal mit den Karstadt-Eigentümern sprechen, ganz hoffnungslos scheint der Vorstoß nicht. Auch über die Garnisonkirche soll im Ausschuss diskutiert werden. Hier gab es zuletzt ebenfalls neue Entwicklungen, als Stararchitekt Daniel Libeskind seine Mitwirkung beim Bau des Kirchenschiffs angekündigt hatte. 
  • Digitale Sicherheit: Welche Folgen ein Cyber-Angriff haben kann, wissen die Potsdamer spätestens seit der Attacke auf die Server des Potsdamer Rathauses aus eigener, leidvoller Erfahrung. Die Folgen sind bis heute spürbar, wie Sie erst gestern hier lesen durfen, denn bei der Stadtverwaltung stapeln sich unerledigte Ausschreibungen. Mit dem Thema Cyber-Sicherheit befasst sich heute um 19.30 Uhr ein kostenloser Vortrag, den die Volkshochschule (VHS) im Live-Stream anbietet. Unter dem Titel „Wer schützt unsere Daten?“ gehen Claudia Eckert, Leiterin des Fraunhofer-Instituts für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC) und Professorin der Technischen Universität München, und Jörn Müller-Quade, Professor für Kryptographie und Sicherheit und Direktor am Karlsruher Forschungszentrum Informatik, den wichtigsten Fragen nach. Zur Anmeldung geht es hier.

Was könnte ich heute unternehmen?

Empfehlungen heute von Steffi Pyanoe.

Schön werkeln
Malen mit Tusche, Kreide, Kohle oder heißem Wachs? Oder doch lieber mit Holz arbeiten? Im Treffunkt Freizeit kann man alles ausprobieren und lernen. Die Erwachsenengruppe der Heißwachsmaler trifft sich von 10 bis 12 Uhr im Begegnungsraum, die Holzwerkstatt kann man von 14 bis 18 Uhr besuchen, die jungen Maler treffen sich von 15.30 Uhr bis 17 Uhr im Kreativraum. Hilfe und Beratung gibt es in allen Kursen. In der Holzwerkstatt gerne anrufen und sich anmelden, damit es an der Hobelbank nicht zu einem Stau kommt.
Treffpunkt Freizeit, Am Neuen Garten 64. Ein Nachmittag in der Holzwerkstatt kostet 5 Euro, für den Malkurs werden im Monat 40 Euro fällig. Ein Mal Wachsmalen kostet 1,50 Euro. Mehr Informationen finden Sie hier.

Schön zuhören
Ein abendliches Ständchen – eine "Heitere Serenade" – spielen die Bläser der Kammerakademie Potsdam im Nikolaisaal-Foyer. Im Programm Unterhaltsam-Kurzweiliges von Mozart und dessen Zeitgenossen für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Trompete.
Um 20 Uhr im Nikolaiaal-Foyer, Karten kosten 25, ermäßigt 15 Euro. Hier geht es zum Kartentelefon.

Schon lange her
Und nochmal die Währungsunion: Der 30. Juni 1990 war der letzte Tag der Mark der DDR, deren Geschichte 1948 als neue Währung der Ostzone begonnen hatte. Nach der Wende wollten alle Westmark, und die kam dann auch am 1. Juli 1990. Die Autorin erinnert sich, dass man an den Tagen davor das Ostklimpergeld ziemlich verschwenderisch ausgab – alles, was ab Juli in den Regalen lag, schien irrsinnig teuer, ab da drehte man die neue D-Mark -zig mal um vor dem Ausgeben. 

Der letzte mit DDR-Mark bezahlte Kaffee im Café Heider in Potsdam. Foto: Klaus Fahlbusch Vergrößern
Der letzte mit DDR-Mark bezahlte Kaffee im Café Heider in Potsdam. © Klaus Fahlbusch

Am Vorabend der Währungsunion, es war ein Samstag, sehen wir im Filmmuseum Carlos Sauras Tanzfilm "Carmen",  danach besuchen wir zum ersten und letzten Mal das feine Restaurant „Arabeske“ im Interhotel, heute Mercure. "Zum letzten Mal für Ost-Mark den Bauch vollschlagen", wird im Tagebuch notiert. Danach im Heider einen Wein und dann ab ins jwd hinterm Lindenpark, Disco mit Gin Tonic, ich glaube, der kostete zwei Mark zehn. Der Potsdamer Fotograf Klaus Fahlbusch hat seinen letzten Kaffee für Ostmark sogar fotografiert: Tasse komplett 0,94 Mark. Die neue Währung hat nicht überlebt, das Restaurant im Mercure ist krisenbedingt noch geschlossen, das jwd ist heute ein offener Kinder- und Jugendtreff. Aber im Café Heider kann man bis heute gut sitzen, ob bei Kaffee und Torte oder Potsdamer Stange und Schnitzel.
Friedrich-Ebert-Straße 29, Am Nauener Tor, geöffnet täglich von 9 bis 22 Uhr.

Was kann ich heute Gutes tun?

Radeln für die Umwelt
Wusste ich's doch. Sie schämen sich jetzt doch ein bisschen, dass Sie den Kampf gegen den Klimawandel wegen Corona etwas aus den Augen verloren haben. Kein Problem, denn dagegen lässt sich etwas tun, und es tut gar nicht weh. Fahren Sie Rad! Viele Potsdamer haben das in den letzten Wochen ohnehin bereits getan. Und jetzt wird wieder offiziell dazu aufgerufen. Denn auch in diesem Jahr nimmt die Stadt Potsdam an der bundesweiten Aktion "Stadtradeln" des Klimabündnisses teil. 

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© Sebastian Gabsch

Gesucht werden Deutschlands fleißigste Einzelfahrer und Teams, aber auch die fahrrad-aktivste Kommune und das ebensolche Stadtparlament. Hier geht es zur Anmeldung für die Aktion, die vom 7. bis zum 27. September läuft. Im vergangenen Jahr hatten sich fast 2100 Potsdamer am "Stadtradeln" beteiligt und mit knapp 422.000 geradelten Kilometern einen neuen Rekord aufgestellt. 60 Tonnen Kohlendioxid konnten laut Rathaus auf diese Weise eingespart werden. Bis September müssen Sie aber gar nicht warten - einen Umweltbeitrag können Sie schon heute leisten. Also, rauf aufs Rad!

Wetter & Verkehr

Wetter
Es bleibt wechselhaft: mal Sonne, mal dichte Wolken, dazu mäßiger, teils auch starker Wind. Die Tiefstwerte liegen bei 17 Grad, die Höchsttemperatur bei 24 Grad. Regnen soll es bis zum Abend aber nicht. 

Verkehr
Obacht, Autofahrer! Heute wird es mal wieder ungemütlich an der Großbaustelle Leipziger Dreieck. Weil eine neue Umbauphase beginnt, müssen erneut die Ampeln abgeschaltet werden. Die letzte Aktion dieser Art hatte bekanntlich für einige Verwirrung bei den Autofahrern und veritable Staus gesorgt. Die heutigen Arbeiten haben aber auch ihr Gutes: Danach stehen nämlich in der Heinrich-Mann-Allee stadteinwärts wieder drei Fahrspuren zur Verfügung. Dafür ist allerdings dann das Rechtsabbiegen aus der südlichen Heinrich-Mann-Allee in die Friedrich-Engels-Straße nicht mehr möglich. In Letzterer bleibt es weiterhin bei einer Spur pro Richtung, in der Leipziger Straße können wieder alle Fahrspuren genutzt werden. 

Person des Tages

Christian Kistner, neues Vorstandsmitglied der Investitionsbank des Landes Brandenburg. Foto: Foto ILB Vergrößern
Christian Kistner, neues Vorstandsmitglied der Investitionsbank des Landes Brandenburg. © Foto ILB

Für Potsdamer und Brandenburger Firmen war sie in der Coronakrise die wichtigste Adresse: die Investitionsbank des Landes Brandenburg, kurz ILB. 74.000 Anträge auf Corona-Soforthilfe gingen dort ein, und auch, wenn es bei der Auszahlung Probleme gab, stünde die hiesige Wirtschaft ohne die finanziellen Bundes- und Landeshilfen wohl weitaus schlechter da. Zum 1. Januar 2021 bekommt die ILB mit Christian Kistner ein neues Vorstandsmitglied, wie die Landesbank jetzt mitteilte. Der 48-Jährige, der Nachfolger von Jacqueline Tag wird, die Ende Juli in den Ruhestand geht, bringt reichlich Expertise mit. Zuletzt war Kistner Vorstand der Frankfurter ProCredit Bank AG, die ihre Dienstleistungen vor allem kleinen und mittelständischen Firmen anbietet - der Kreis zur ILB schließt sich. Der gelernte Bankkaufmann, der bereits leitende Funktionen bei der Commerzbank AG ausübte, freut sich auf seine neue Aufgabe und sieht die Mark trotz Corona ökonomisch in der Erfolgsspur: "Das Land Brandenburg ist mit seiner mittelständischen Wirtschaftsstruktur gut aufgestellt, hier wird investiert. Beste Voraussetzungen, um nachhaltig etwas bewirken zu können."


Vielleicht bewirken Sie heute auch etwas, der Tag birgt viele Möglichkeiten. Ich sage tschüss für heute, morgen lesen wir uns wieder! 

Ihr Peer Straube
PNN-Redakteur

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