Der PNN-Newsletter- heute von Jana Haase. Grafik: TSP
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Potsdam HEUTE, Dienstag, 23. Februar 2021 Untreueverdacht bei der Schlösserstiftung, Regeln für E-Roller gefordert, U-Bahn bis Kleinmachnow?

Die wichtigsten Termine, die interessantesten Themen und News. Alles, worüber Potsdam am Dienstag spricht, im PNN-Newsletter "Potsdam HEUTE".


Guten Morgen,

manchmal kommt mir in diesen Pandemietagen ein etwas älterer Zeitungsartikel in die Hände - und es ist wie der Blick zurück in eine andere Welt. Nehmen wir die PNN vom 24. Februar 2020, einem Montag. Heute vor einem Jahr, am 23. Februar, war die Berlinale zu Gast im Babelsberger Thalia-Kino, ist da zu lesen. Vor dem Museum Barberini standen die Menschen am Eröffnungswochenende der großen Monet-Ausstellung Schlange. Wir haben über die bevorstehende Masern-Impfpflicht für Kita-Kinder geschrieben und die Debatte um ein Böllerverbot zu Silvester, haben mit der Vorsitzenden des Potsdamer Behindertenbeirats über die Kritik am Schwimmbad blu geredet. Unter der Überschrift "Vorsicht: Infektionsgefahr!" die Premiere von "Die Nashörner" am Hans Otto Theater besprochen. Und vom glamourösen Berlinale-Empfang des Medienboards berichtet, bei dem sich die Stars und Sternchen noch ungeniert "Küsschen rechts und links" gaben: "Grippe- oder gar Corona-Angst herrschte (...) jedenfalls nicht."

Im Rückblick fühlt sich das alles ein wenig an wie die Einstiegsszene eines Katastrophenfilms: Die Welt ist scheinbar in Ordnung, aber die Zuschauer wissen schon, dass es damit bald vorbei ist. Jetzt, mit der dritten Corona-Welle womöglich schon sehr dicht vor der Tür, stellt sich heraus, dass der Film ordentlich Überlänge hat. Dabei wünscht man sich nichts mehr zurück als die "gute, alte Zeit", als es beim Böllerverbot tatsächlich nur ums Böllern ging und nicht um die Reduzierung von sozialen Kontakten. Von geöffneten Theatern, Kinos, Museen, Schwimmbädern und Restaurants ganz zu schweigen. Immerhin können wir guter Dinge sein, dass solche Zeiten wieder kommen werden - je nach Impffortschritt (und in diesem Punkt habe ich nachher noch gute Nachrichten) früher oder später. Das italienische Restaurant "Cancello" im Nauener Tor wird es dann allerdings nicht mehr geben, für die Gastronomieflächen in der linken Torhälfte sucht die Stadt gerade nach einem neuen Mieter.

Ebenfalls in wehmütiger Verfassung, wenn auch aus ganz anderen Gründen, war Ludwig Sternaux, als er vor rund 100 Jahren durch Potsdam streifte. Der Berliner Schriftsteller und Theaterdirektor liebte die Stadt, hielt sie aber für verloren, weil die Monarchie zugrunde gegangen war und damit das, was für ihn die "gute, alte Zeit" war. Eines seiner Potsdam-Bücher: "Potsdam. Ein Buch der Erinnerung", ist jetzt neu erschienen. Für wen sich die Lektüre lohnt und welche Erkenntnisse sich daraus für die nach wie vor aktuelle Debatte um die Identität der Stadt mitnehmen lassen, lesen Sie im Text von meinem Kollegen Holger Catenhusen.

Auch im heutigen Newsletter: 

  • Mehr Regeln für E-Roller gefordert
  • Impfkampagne soll Fahrt aufnehmen
  • Korruptionsermittlungen bei der Schlösserstiftung
  • Neue Köpfe im Potsdamer Klimarat
  • Tipps für Unternehmungen
  • ...und jede Menge mehr

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