Potsdam will sich an der Aufnahme in Seenot geretteter Geflüchteter aus Malta beteiligen. Foto: Felix Weiss/Sea-Watch.Org/dpa
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Potsdam Potsdam bietet Seehofer Aufnahme von Flüchtlingen an

Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert  hat am Donnerstag Bundesinnenminister Horst Seehofer schriftlich Unterstützung bei Aufnahme in Seenot geretteter Geflüchteter aus Malta zugesagt.

Potsdam - Potsdam bietet der Bundesregierung Hilfe bei der Aufnahme der in Malta an Land gegangenen Flüchtlinge an. Das erklärte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) in einem Schreiben an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), wie das Rathaus am Donnerstag mitteilte. „Potsdam ist bereit, sich an der Aufnahme in Seenot geretteter Geflüchteter aus Malta zu beteiligen“, wird Schubert zitiert. 

Schubert: "Ein Zeichen der Potsdamer Toleranz"

Es sei „ein Zeichen von Humanität und der Potsdamer Toleranz, sich der Initiative anzuschließen und die Menschen zu unterstützen“, so Schubert weiter. Wie berichtet hatte Malta am Mittwoch zwei in Seenot geratenen Schiffen mit 49 Flüchtlingen nach tagelanger Odyssee die Einfahrt erlaubt. Gemeinsam mit 130 bereits auf Malta befindlichen Geflüchteten sollen sie auf acht EU-Staaten aufgeteilt oder in ihre Heimatländer gebracht werden, hieß es am Mittwoch. Deutschland hatte sich zur Aufnahme von 60 Menschen bereiterklärt.

Die Potsdamer Stadtverordneten haben Anfang Dezember auf Antrag der Fraktion Die Andere beschlossen, dass Potsdam ein „Sicherer Hafen“ ist und aus dem Mittelmeer gerettete Flüchtlinge aufnimmt. Laut dem Beschluss soll Potsdam auch die Patenschaft für eine Seenotrettungsmission übernehmen – was so ähnlich schon 25 andere Kommunen in Deutschland beschlossen haben. Bereits im Juli 2018 hat die Landeshauptstadt eine Initiative der Partnerstadt Bonn sowie von Köln und Düsseldorf unterstützt und angeboten, sich an der Aufnahme von aus der Seenot geretteten Flüchtlingen zu beteiligen. Damals hatte Schubert, noch als Sozialbeigeordneter, erklärt: „Wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wie die Menschen im Mittelmeer ertrinken.“

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