In einer S-Bahn von Berlin nach Potsdam wurde in der Nacht zu Mittwoch ein Mann verprügelt. Foto: Ralf Hirschberger/dpa
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Polizeibericht für Potsdam Überfall in der S7 nach Potsdam

Ein Obdachloser wurde in der Nach zu Mittwoch in der S-Bahn nach Potsdam attackiert und krankenhausreif geprügelt. Ein 26-jähriger Verdächtiger ist in Untersuchungshaft.

Potsdam/ Berlin - Ein 69 Jahre alter Mann ist auf der S-Bahn-Strecke zwischen Berlin und Potsdam krankenhausreif geschlagen worden. Der Angriff auf den Obdachlosen passierte in der Nacht zum Mittwoch, wie die Bundespolizei am Freitag berichtete. Ein 26 Jahre alter Tatverdächtiger aus Litauen befindet sich bereits in Untersuchungshaft.

Laut Polizei habe eine Zeugin kurz nach Mitternacht, als sie gerade die S-Bahn S7 am Bahnhof Griebnitzsee verlassen wollte, den stark blutenden Senior bemerkt und die Polizei verständigt. Am Hauptbahnhof kamen dann Bundespolizisten in die Bahn und fanden den 69-Jährigen blutüberströmt auf einer Sitzbank. Der schwerverletzte Mann habe den Beamten erzählt, er sei von zwei unbekannten Männern zusammengeschlagen worden. Eine weitere Zeugin habe erklärt, dass die Tat möglicherweise zwischen den S-Bahnhöfen Berlin-Grunewald und -Wannsee geschah. Rettungskräfte brachten den Verletzten, der multiple Frakturen am Kopf aufwies, zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus. Der Mann sei als wohnungslos gemeldet, hieß es von der Polizei auf Nachfrage.

Nach dem Fund leitete die Polizei eine Fahndung ein – mit Erfolg. In einer weiteren S-Bahn wurde wiederum am Bahnhof Griebnitzsee der 26 Jahre alte Tatverdächtige festgenommen. Laut Polizei fiel er wegen „starken Blutanhaftungen an Kleidung sowie Schuhen“ auf, zudem war er an einer Hand verletzt. Auch dieser Mann hat laut Polizei keinen festen Wohnsitz gemeldet. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten inzwischen Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung. Nach dem unbekannten Mittäter werde aber noch gesucht, hieß es. Nun werden Zeugen und andere Hinweisgeber gesucht – diese können sich unter anderem über die kostenlose Servicenummer der Bundespolizei unter Tel.: (0800) 6 888 000 melden.

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