Auf dem Grundstück dieses Hauses hat sich die Tat ereignet. Foto: Christian Griebel/dpa
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Polizeibericht für Potsdam-Mittelmark Mann in Werder (Havel) mit Schrotflinte erschossen

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Zwei Mal hat er abgedrückt: Ein 60-Jähriger hat in Werder (Havel) seinen zwei Jahre jüngeren Nachbarn mit einer Schrotflinte erschossen. Als Tatmotiv nannte er Diskrepanzen zwischen den beiden Männern.

Werder (Havel) - Tödliche Schüsse in Werder (Havel): Am Freitagabend ist in der Havelstadt ein Mann erschossen worden. Nach Polizeiangaben hat sich die Tat gegen 18 Uhr auf einem Hinterhof in der Brandenburger Straße ereignet, Anwohner hatten die Polizei alarmiert.

Die Polizei bestätigte am späten Freitagabend PNN-Informationen, wonach ein 60-Jähriger auf einen 58 Jahre alten Mann geschossen hat. Nach PNN-Informationen hat der Täter dabei zwei Schüsse aus einer Schrotflinte abgegeben. 

Der 58-Jährige ist noch vor Ort verstorben

Das Opfer ist laut Polizei noch am Tatort an seinen Verletzungen gestorben, obwohl Rettungskräfte versucht hatten, ihn zu reanimieren. Der zunächst fliehende Täter konnte durch sofortige Fahndungsmaßnahmen in einer Umgebungsstraße  des Tatorts gefasst und festgenommen werden. Dafür hatten die Einsatzkräfte „bekannte Anlaufadressen“ des Mannes durchsucht, sagte ein Polizeisprecher. Während der etwa 90-minütigen Fahndung nach dem Mann waren laut Polizei auch Kräfte des Spezialeinsatzkommandos im Einsatz. 

Nach ersten Informationen soll sich die Tat im „persönlichen Umfeld“ des Täters ereignet haben. Nach Angaben eines Polizeisprechers handelte es sich bei den Männern um Nachbarn. „Beide wohnten in verschiedenen Wohneinheiten an derselben Adresse“, sagte der Sprecher.

Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.  Bei der Vernehmung durch die Polizei nannte der Täter persönliche Differenzen zwischen ihm  und seinem getöteten Nachbarn als Tatmotiv. Das teilte die Polizei am Samstag, 9. Februar mit. Die Ermittlungen ergaben weiterhin, dass er mindestens zweimal mit einer Schrotflinte auf seinen 58-jährigen Nachbarn geschossen hatte. Die Waffe habe er nach eigenen Angaben in den 90er Jahren illegal erworben. Zur Tatzeit stand der Tatverdächtige unter dem erheblichen Einfluss von Alkohol.

Am Samstag, 9. Februar beantragte die Staatsanwaltschaft Potsdam beim Amtsgericht in Potsdam einen Haftbefehl gegen den Beschuldigten. Ein Richter bestätigte, nach Anhörung, diesen Antrag. Der 60-Jährige wurde laut Polizei in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. 

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