Am Wochenende trafen sich viele Jugendliche zum Feiern am Heiligen See - es blieb nicht immer friedlich (Archivbild). Foto: Ottmar Winter PNN
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Polizeibericht für Potsdam Illegale Party am Heiligen See aufgelöst

Hunderte Jugendliche feierten am Wochenende im Neuen Garten. Am Freitag musste der Park geräumt werden, am Samstag ging es weniger wild zu.

Potsdam - Die Polizei hat am Freitagabend eine Party mit mehreren hundert Personen am Heiligen See in Potsdam aufgelöst. Mehrere Anwohner hatten sich zuvor über Lärm beschwert. Bei den Feiernden handelte es sich größtenteils um Jugendliche, die über mitgebrachte Boxen Musik abspielten und zum Teil reichlich Alkohol tranken. Dabei blieb es nicht immer friedlich. Auch am Samstag rückte die Polizei im Neuen Garten an.

Nach Schätzungen der Polizei hielten sich am Freitag zwischen 400 und 500 Personen an der Badestelle des Heiligen Sees sowie auf den umliegenden Wiesen des Parks auf. An der Badestelle stießen die Beamten auf einen nahezu bewusstlosen Betrunkenen, der durch Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Betrunkener greift Polizisten an

Zeugen berichteten den Beamten von zwei Körperverletzungen, eine sei aus einer Gruppe heraus von mehreren Jugendlichen begangen worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde ein Opfer wegen einer Gesichtsverletzung im Krankenhaus behandelt.

Der Neue Garten wurde in Absprache mit dem Sicherheitsdienstes des Parks geräumt, auch Kräfte der Bundespolizei waren dafür im Einsatz. Mit Lautsprecherdurchsagen wurden die Feiernden aufgefordert, den Park zu verlassen. Nicht alle Besucher:innen leisteten den Aufrufen friedlich Folge. Ein 22-Jähriger griff Polizisten mit einem mitgeführten Gegenstand an. Mehrere Beamte brachten den Betrunkenen aber unter Kontrolle. Zudem wurden Polizisten vereinzelt provoziert.

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Erneuter Polizeieinsatz am Samstag

Auch am Samstagabend meldeten Anwohner wieder Ruhestörungen. Vor Ort stieß die Polizei auf kleine Gruppen, die sich an die geltenden Abstandsregeln hielten. Wie die Polizei den PNN mitteilte, waren deutlich weniger Personen im Park unterwegs als am Freitag. Platzverweise mussten nicht ausgesprochen werden. Eine von Anwohnern gemeldete körperliche Auseinandersetzung konnten die Einsatzkräfte nicht bestätigen.

In Brandenburg sind derzeit private Treffen von zwei kompletten Haushalten oder bis zu zehn Personen aus bis zu zehn Haushalten erlaubt. Personen mit vollständiger Impfung sowie Genesene werden dabei nicht mitgezählt. Nur zu besonderen Anlässen dürfen sich 70 Personen privat in der Öffentlichkeit treffen.

Illegale Bunkerparty verhindert

In der Nacht von Samstag zu Sonntag meldeten Anrufer aus dem Bereich Hennigsdorf und Velten (Landkreis Oberhavel) erhebliche Ruhestörungen von einer illegalen Crossstrecke, teilte die Polizeidirektion Nord am Sonntag mit. DJs hatten professionelle Ton- und Lichttechnik aufgebaut. Einige der etwa 100 Partygäste flüchteten. 

Gegen andere, die sich nicht freiwillig entfernten, mussten Platzverweise ausgesprochen werden. Fünf Personen wurden in Gewahrsam genommen. Drei Männer im Alter von 20 bis 27 Jahren müssen sich wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. Bei einem wurden Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Waffengesetzes eingeleitet.

Im Landkreis Teltow-Fläming konnte die Polizei Freitagnacht eine illegale Bunkerparty verhindern. Ein Zeuge hatte zwischen Frankenförde und Frankenfelde die Vorbereitungsarbeiten beobachtet und die Polizei alarmiert. Vor Ort waren dann noch vier Personen im Alter zwischen 29 und 33 Jahren. Gegen sie wurde Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet. (mit dpa)

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