David Schubert, der Küchenchef im „Kochzimmer“. Foto: Sebastian Gabsch
© Sebastian Gabsch

Neuer Gault&Millau Dreimal Kochmützen für Potsdam

Bernd Matthies

Auch in der aktuellen Ausgabe des Restaurantführers sind nur wenige märkische Betriebe aufgeführt. Die beiden besten Restaurants des Landes befinden sich in Potsdam und Werder (Havel).

Potsdam - Brandenburg ist kein Ziel für anspruchsvolle Gourmets – das bestätigt jetzt auch die neue, am Montag erschienene Ausgabe des Restaurantführers Gault&Millau 2022, der die kleine Zahl guter Betriebe ohne wesentliche neue Erkenntnisse oder gar Aufwertungen fortschreibt.

Die beiden besten Restaurants im Bundesland wurden im März auch schon vom Guide Michelin mit einem Stern gewürdigt: Es sind das „Kochzimmer“ mit Küchenchef David Schubert Am Neuen Markt in Potsdam und die „Alte Überfahrt“ mit dem Küchenchef Thomas Hübner im mittelmärkischen Werder (Havel), die beide jeweils zwei von fünf möglichen Kochmützen erhalten, wobei noch ein rotes Plus-Prädikat vergeben wird, gewissermaßen eine halbe zusätzliche Kochmütze. 

Thomas Hübner von der "Alten Überfahrt".  Foto: promo Vergrößern
Thomas Hübner von der "Alten Überfahrt".  © promo

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Mit zwei Kochmützen ohne Prädikat wird Tim Raues „Villa Kellermann“ in der Berliner Vorstadt gewürdigt – hier kocht Christopher Wecker im Auftrag des Berliner Küchenstars, der für sein Stammrestaurant in Berlin-Kreuzberg eine Spitzenbewertung von fünf Mützen erhält, außerdem Frank Schreibers „Goldener Hahn“ in Finsterwalde. 

Christopher Wecker kocht in der „Villa Kellermann“ Foto: Manfred Thomas Vergrößern
Christopher Wecker kocht in der „Villa Kellermann“ © Manfred Thomas

Drei Restaurants erhielten die Höchstnote

Eine Kochmütze in rot geht an das altbewährte Potsdamer Restaurant „Juliette“ in der Jägerstraße, je eine weitere ohne Prädikat an das „Filterhaus“ in Werder, das „Inspektorenhaus“ in Brandenburg/Havel, das „Bollwerk 4“ in Eisenhüttenstadt, das „Kleinod“ in Schloss Reichenow, die „Speisenkammer“ in Burg und die – damit krass unterbewertete – „Wilde Klosterküche“ in Neuzelle. Die langjährigen Leuchttürme der brandenburgischen Küche sind bekanntlich erloschen: Das Bayrische Haus in Potsdam wird zur Klinik umgebaut, und das „Hotel zur Bleiche“ in Burg bewirtet keine externen Gäste mehr.

Insgesamt beschreibt und bewertet der Gault&Millau 2022 rund tausend Restaurants in ganz Deutschland. Die drei mit der Höchstnote von fünf Punkten plus bewerteten Betriebe liegen weit südwestlich im Land: Das „Vendome“ im nordrhein-westfälischen Bergisch Gladbach, das Waldhotel Sonnora in Wittlich in Rheinland-Pfalz und schließlich „Victor’s Fine Dining“ im saarländischen Perl. 

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