Das Museum Barberini am Alten Markt Foto: Ronny Budweth
© Ronny Budweth

Museum Barberini Nur 85.000 Besucher bei Cross-Ausstellung

Klaus Peters

Seit der Eröffnung im Jahr 2017 erlebte das Museum Barberini in Potsdam große Publikumserfolge. Zur zuletzt beendeten Cross-Ausstellung kamen aber nicht mehr ganz so viele Besucher.

Potsdam - Die Retrospektive zum Werk des französischen Neoimpressionisten Henri-Edmond Cross (1856-1910) hat vergleichsweise wenig Besucher ins Museum Barberini in Potsdam gezogen: Zu der Schau mit rund hundert Gemälden, Zeichnungen und Aquarellen seien bis zum Ende der Ausstellung am 17. Februar rund 85.000 Zuschauer gekommen, teilte das Museum auf Anfrage mit. Dies war bislang die geringste Resonanz auf eine Ausstellung des Anfang 2017 eröffneten Museums des Software-Milliardärs und Kunstmäzens Hasso Plattner.

Museumdirektorin wertet Ausstellung als Erfolg

Die Werke von Cross waren von den Nationalsozialisten als entartet verfemt worden und danach in Deutschland in Vergessenheit geraten. Die Ausstellung war nach Angaben des Barberini die erste Retrospektive, die Cross an einem deutschen Museum gewidmet wurde.

"Es freut uns sehr, dass es uns gelungen ist, unserem Publikum den bis dato selbst in Fachkreisen kaum bekannten Cross mit einem repräsentativen Querschnitt durch sein gesamtes Schaffen wieder näher zu bringen", sagte Museumsdirektorin Ortrud Westheider der Deutschen Presse-Agentur. "Wir sind uns sicher, dass die in der Forschung in den vergangenen Jahrzehnten vernachlässigte Bedeutung seines Wirkens durch die Schau einen entscheidenden Impuls erfahren hat und Cross' Position als einer der großen Pioniere der Malerei des 20. Jahrhunderts nun eine neue Würdigung erfährt."

Ab März gibt es Werke von Picasso zu erleben

Mit rund 320.000 Besuchern hatten die Eröffnungsschauen des Museums zum Impressionismus und Klassikern der Moderne Anfang 2017 den größten Publikumserfolg. Danach folgten Ausstellungen zur amerikanischen Moderne (140.000 Gäste), zu Künstlern der DDR (110.000), Max Beckmann (90.000) und Gerhard Richter (150.000).

Vom 9. März an dürfte das Museum mit einer Schau zum Spätwerk von Pablo Picasso (1881-1973) erneut einen Publikumsansturm erleben. Zu sehen sind dann 132 Werke aus der Sammlung von Jacqueline Picasso, die bislang nur selten gezeigt wurden. (dpa)

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