In der Galerie Blumberg in Potsdam ist derzeit die Ausstellung "Eise" der Fotografin Beate Hoerkens zu sehen. Foto: Beate Hoerkens
© Beate Hoerkens

Mittwoch, 6. Februar 2019 Das ist heute in Potsdam wichtig

Die Hälfte der Woche ist schon geschafft. Das Angebot in Potsdam präsentiert sich heute farbenfroh, trickreich und auch mal laut.

Potsdam - Es ist ein bisschen ruhiger geworden in diesen Tagen. Die Straßenbahnen sind morgens und nachmittags ein wenig leerer als sonst und so mancher Arbeitskollege zeigt in den sozialen Netzwerken, wo gerade mehr (oder überhaupt) Schnee liegt als bei uns. Also fast überall. Für alle Daheimgebliebenen haben wir dennoch einige Tipps.

Surreale Bildkompositionen

Um Bilder zwischen Wachen und Träumen geht es in der Ausstellung in der Galerie Blumberg:fotokunst in der Jägerstraße 20. Gezeigt werden Arbeiten der Berliner Fotografin Beate Hoerkens aus der Serie „Eise“. Zu sehen sind fantasievolle und surreale Bildkompositionen, die zunächst ruhig und sanft wirken, doch unterschwellig wird Beunruhigendes spürbar. Da liegen Schönheit und Bedrohung oft nahe beieinander. Die Fotos werden noch bis zum 24. Februar in der Galerie gezeigt. Öffnungszeiten sind mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr.

Expressionismus im Barberini

Und wer noch mehr Lust auf Kunst hat: Nur noch bis Sonntag, 10. Februar, ist die Schau „Nolde, Feininger, Nay. Vom Expressionismus zum Informel“ im Museum Barberini geöffnet. Seit dem vergangenen Juni zeigte das Barberini dabei 26 expressionistische Werke, unter anderem von Max Pechstein, Wassily Kandinsky und Lyonel Feininger. Sie prägten mit ihren farbprächtigen Werken die Kunst des 20. Jahrhunderts. Und viel Farbe kann an so einem Wintertag ganz bestimmt nicht schaden.

Wer weiß, wie lange das Cross-Gemälde "Regatta in Venedig" überhaupt noch öffentlich zu sehen sein wird. In Potsdam kann man es noch bis zum 17. Februar betrachten. Foto: Manfred Thomas Tsp Vergrößern
Wer weiß, wie lange das Cross-Gemälde "Regatta in Venedig" überhaupt noch öffentlich zu sehen sein wird. In Potsdam kann man es noch bis zum 17. Februar betrachten. © Manfred Thomas Tsp

Wer die Ausstellung "Farbe und Licht. Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross", ebenfalls im Museum Barberini, noch nicht gesehen hat, sollte sich ranhalten. Nur noch bis zum 17. Februar ist diese zu sehen. Was aus dem Cross-Gemälde "Regatta in Venedig" wird, ist derzeit übrigens noch unklar. Das Museum beantragte jetzt beim Landgericht Potsdam eine Fristverlängerung zur Klärung, ob es sich bei dem Werk um NS-Raubkunst handelt und wem es eigentlich zusteht. Also schnell noch mal anschauen, bevor es vielleicht gar nicht mehr öffentlich zu sehen ist.

Infos zu Öffnungszeiten und Tickets gibt es hier >>

Krach im Waschhaus

Im Museum sollte man ja lieber ruhig sein. Wer hingegen mal so richtig auf die Pauke - beziehungsweise Trommel - hauen möchte, kann das heute Abend ausgiebig machen. Denn um 20.30 Uhr kommt der Drum Klub wieder nach Potsdam. Besser gesagt ins Waschhaus in der Schiffbauergasse. Unter der Führung von N.U. Unruh und Lars Neugebauer können alle Besucher die Trommelstöcke in die Hände nehmen und kräftig auf die Trommeln schlagen. Einlass ab 20 Uhr, der Eintritt kostet 15 Euro.

Trickreiche Tarnung und verborgene Unterschlüpfe

Im Naturkundemuseum,  Breite Straße 13, findet heute Nachmittag von 14 bis 15 Uhr die Mitmachaktion “Tiere perfekt versteckt” für Familien und Kinder ab sechs Jahren statt. Die Besucher lernen dabei, warum eine trickreiche Tarnung oder ein verborgener Unterschlupf im Winter für Tiere überlebenswichtig sind. Dabeisein kostet für Kinder vier Euro, für Erwachsene sechs Euro - beides inklusive Museumseintritt. Anmeldung möglich unter Tel.: 0331 2896707. 

Poetry Slam im Freiland

Die Poetry Slam Show „Potshow” mit Maik Martschinkowski, Marc-Uwe Kling und Sebastian Lehmann findet immer am ersten Mittwoch im Monat statt. Also heute! Zu Gast ist der Düsseldorfer Poetry Slammer und Autor Bernard Hoffmeister. Die Show im Spartacus auf dem Freiland startet um 20 Uhr, der Eintritt beträgt sechs Euro, ermäßigt fünf Euro. Ein kleiner Vorgeschmack, was die Besucher erwartet.

Zum Schluss das Wetter

Morgens lässt sich die Sonne vielleicht blicken, es könnte dann aber grau werden. Immerhin: Es soll trocken bleiben bei maximal fünf Grad. (Mit Paul Tröger und Hajo von Cölln)

Zur Startseite