Was wird aus dem Staudenhof-Wohnblock? Foto: PNN / Ottmar Winter
© PNN / Ottmar Winter

Lesermeinung zum Staudenhof "Abriss ist geschichtlich schädlich"

Soll der Staudenhof-Wohnblock erhalten bleiben? Das wünscht sich PNN-Leser Hartwig Ebert, der damals an der Planung beteiligt war. 

Leserpost zur neuen PNN-Serie "Wir im Staudenhof"

Potsdam - Nicht ohne Grund war die Bevölkerung Potsdams stolz auf das Geschaffene um den Staudenhof herum, bedurfte es doch immenser Anstrengungen, mit den damaligen zur Verfügung stehenden wirtschaftlichen und technischen Kapazitäten dieses Ensemble zu realisieren. 

Und so ist es ein besonders eindrückliches Beispiel dafür, wie aus den technischen Voraussetzungen und Möglichkeiten, die eigentlich vorrangig dem massenhaften Wohnungsbau dienen sollten, so einigermaßen Ansprüche erfüllt wurden, die aus stadtplanerischen Zielstellungen entstanden. 

Die letzten DDR-Zeugnisse sollten nicht restlos beseitigt werden

Mag das fertiggestellte Ergebnis auch nicht den heutigen Vorstellungen von Bauen im Stadtzentrum entsprechen, so sollten doch die letzten Zeugnisse dieser Bauperiode nicht restlos beseitigt werden. Für mich wäre das besonders bedauerlich, da ich an der Planung des Wohnhauses mit Apotheke/Sparkasse in einer Planungsgruppe wesentlich beteiligt war und zusammen mit den Kollegen der Bauausführung dieses für die damalige Zeit aufwendige und komplizierte Bauwerk zu realisieren half. 

Deshalb halte ich einen Abriss geschichtlich für schädlich, plädiere für eine zurückhaltende Sanierung, die einer Erhaltung der kleinen, aber gefragten Wohnungen dient.

Hartwig Ebert, Potsdam

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