Die britische Schauspielerin Claire Foy steht für den Schweden-Thriller "Verschwörung" in Babelsberg vor der Kamera. Vergrößern
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Larsson-Bestseller im Filmstudio Verfilmung des Schweden-Thrillers „Verschwörung“ in Babelsberg

Im Studio Babelsberg wird die Verfilmung des schwedischen Thrillers „Verschwörung“ vorbereitet. Mitte Januar beginnen die Dreharbeiten unter der Produktion des US-Regisseurs David Fincher.

Potsdam - Die Computer-Hackerin Lisbeth Salander und der Journalist Mikael Blomkvist geraten nach dem gewaltsamen Tod eines IT-Gurus auf die Spur einer Verschwörung, in die auch der US-Geheimdienst NSA verwickelt ist – das ist der Plot des schwedischen Thrillers „Verschwörung“, mit dem die „Millenium“-Trilogie um Salander und Blomkvist nach dem Tod des ursprünglichen Autors Stieg Larsson fortgesetzt wurde. Im Studio Babelsberg soll das Buch, das in den USA unter dem Titel „The Girl in the Spider’s Web“ – Das Mädchen im Spinnennetz – zum Bestseller avancierte, nun verfilmt werden. Es handele sich um eine Koproduktion von Studio Babelsberg, bestätigte eine Studiosprecherin auf PNN-Anfrage. Die Dreharbeiten sollen Mitte Januar beginnen.

Der beiden Hauptrollen spielen laut US-Branchenmedien der Schwede Sverrir Guðnason, der derzeit in den Kinos im Biopic „Borg/McEnroe“ als Tennisspieler Björn Borg zu sehen ist, und die Britin Claire Foy, die für ihre Rolle der jungen britischen Monarchin Elizabeth II. in der TV-Serie „The Crown“ bereits mit einem Golden Globe Award ausgezeichnet wurde. Regie führt Fede Alvarez („Don’t Breathe“). David Fincher („Gone Girl – Das perfekte Opfer“), der bei der ersten englischsprachigen Adaption der schwedischen Erfolgs-Thriller-Serie noch Regie geführt hatte, firmiert diesmal als einer der Produzenten. Gedreht werden soll nicht nur im Studio Babelsberg, sondern auch in der schwedischen Hauptstadt Stockholm, wo die Helden der beliebten Thriller-Serie leben und wo sogar schon Stadtführungen auf den Spuren von Salander und Blomkvist angeboten werden. Der Film soll bereits im Oktober dieses Jahres in die Kinos kommen.

In den Babelsberger Filmstudios fanden zuletzt eine Reihe größerer Projekte statt

Für Studio Babelsberg ist es die erste internationale Kinoproduktion nach längerer Pause – auf solche Großproduktionen ist das Traditionsfilmstudio ausgelegt und angewiesen. Zuletzt hatte der britische Regisseur Duncan Jones, Sohn von David Bowie, in Babelsberg den Sci-Fi-Thriller „Mute“ für den Streamingdienst Netflix gedreht – abgeschlossen wurden die Dreharbeiten Anfang 2017 (PNN berichteten).

Gefragt waren die Studios indes im Bereich Serie: So wurde im vergangenen Jahr für die zweite Staffel der US-Serie „Berlin Station“ gedreht – auch die erste Staffel war im Studio und an Originalschauplätzen in Berlin entstanden, Ende 2017 kündigten die Macher eine Fortsetzung mit Staffel drei an. „Berlin Station“ dreht sich um ein fiktives Auslandsbüro des US-Geheimdienstes CIA in der deutschen Hauptstadt, prominent besetzt unter anderem mit Richard Armitage („Der Hobbit“), Rhys Ifans („Notting Hill“) und Richard Jenkins („Six Feet Under“).

Die Nationalelf von Jogi Löw stand in Babelsberg für den Dreh einer WM-Kampagne vor der Kamera

Auch für die Krimiserie „Babylon Berlin“ war im vergangenen Jahr wieder in Babelsberg gedreht worden: Für die X-Filme-Koproduktion nach einer Krimiserie von Autor Volker Kutscher war die neue Außenkulisse 2016 maßgeschneidert aufgebaut worden – mit Straßenzügen aus verschiedenen Stadtteilen vom Berlin der 1920er-Jahre. Für die Serie, die mit einem Budget von 40 Millionen Euro für zwei Staffeln als teuerste deutsche TV-Produktion gilt, gab es auch international viel Lob von Kritikern. „Babylon Berlin“ war zunächst im Bezahlsender Sky ausgestrahlt worden, Ende 2018 soll sie auch in der ARD zu sehen sein. Tom Tykwer, einer der drei Regisseure, hatte Ende 2017 gesagt, dass eine Fortsetzung in Planung sei.

Gedreht wurde im Studio 2017 auch für kleinere deutsche Produktionen, etwa „Das schweigende Klassenzimmer“ von Lars Kraume: Der Film erzählt die Geschichte von zwei Schülern in der DDR, die nach dem Aufstand in Ungarn 1956 wegen einer Schweigeminute ins Visier der Staatsgewalt geraten. Der Film feiert bei der diesjährigen Berlinale in der Reihe „Berlinale Special“ Premiere, Kinostart ist am 1. März 2018.

Einen Kurzfilm made in Babelsberg werden Fußballfans in diesem Jahr besonders oft zu sehen bekommen: Die Nationalelf stand mit Coach Jogi Löw im November für den Dreh der WM-Kampagne eines Hauptsponsors vor der Kamera.

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