In der Zentralen Notaufnahme wurde Schritt vier der Wiedereröffnung vollzogen.  Foto: Ottmar Winter
© Ottmar Winter

Lage in Potsdam am Freitag Bergmann-Klinikum weitet Betrieb in Rettungsstelle aus

Das städtische Krankenhaus vollzieht einen weiteren Schritt Richtung Normalbetrieb. Neuinfektionen wurden nicht in der Stadt registriert - aber der 52. mit oder an Sars-CoV-2 verstorbene Potsdamer. 

Potsdam - Ein 59 Jahre alter Potsdamer, der mit dem Coronavirus infiziert war, ist in einer Berliner Klinik verstorben. Das hat die Stadtverwaltung am Freitag (22.05.2020) mitgeteilt. Insgesamt seien so nun 52 mit dem Coronavirus infizierte Potsdamerinnen und Potsdamer seit Februar gestorben, die meisten davon wie berichtet im Klinikum „Ernst von Bergmann“.

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Ansonsten ist die Lage in der Stadt stabil. So seien seit Donnerstag keine neuen Infektionen gemeldet worden, erklärte eine Rathaussprecherin: „In den zurückliegenden sieben Tagen gab es vier Corona-Neuinfektionen in der Landeshauptstadt.“ In den Kliniken der Stadt werden demnach noch zwölf Menschen behandelt, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Ferner liegen drei Patienten auf der Intensivstation des Bergmann-Klinikums, zwei davon werden beatmet.

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Aktuell befinden sich 133 Potsdamer als mögliche Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne – vor einem Monat lag diese Zahl bei mehr als 600 Menschen.

Laut der Stadtverwaltung gelten momentan bereits 466 Potsdamer, die mit dem Coronavirus infiziert waren, als genesen. Im Vergleich zum Vortag stieg diese Zahl um drei Personen an – vor einem Monat galten noch 129 Patienten als wieder gesund. Seit Februar hatten sich 631 Potsdamer mit dem Virus infiziert.

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Rettungsstelle unter anderem auch für Unfallchirurgie offen

Unterdessen hat das Bergmann-Klinikum nach dem schweren Coronaausbruch nun am Freitag um 18 Uhr den vierten Teilschritt zur Wiedereröffnung der Zentralen Notaufnahme vollzogen. Wie die Klinik mitteilte, fährt der Rettungsdienst nun auch wieder medizinische Notfälle der Bereiche Pneumologie, Thoraxchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie in die Rettungsstelle. Dies betreffe ausschließlich Liegendtransporte. Wer selbst in die Rettungsstelle kommt, wird weiterhin zum St. Josefs geschickt. In drei vorherigen Schritten am 8., 13. und 18. Mai war die Notaufnahme für die Bereiche Kardiologie, Angiologie, Neurologie, Neurochirurgie, Gefäßchirurgie, Urologie, Hals-Nasen-Ohren-, Augenheilkunde, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Kinder- und Jugendmedizin, Allgemeinchirurgie und Gynäkologie geöffnet worden. 

„Trotz Aufhebung der Anordnungen des Gesundheitsamtes orientieren wir uns streng an unserem Schutz-, Hygiene- und Sicherheitskonzept, das eine schrittweise Rückkehr zur vollständigen Notfallversorgung und perspektivisch zum Normalbetrieb unter den Bedingungen einer Pandemie ermöglicht", sagte Gerald Ripberger, Leiter des Krisenstabes des Klinikums. "Wir sichern jede weitere Teil-Öffnung im Dialog mit dem Gesundheitsamt mit einer Evaluation ab.“ Abhängig von den Ergebnissen der Evaluation seien weitere Teilschritte geplant.

Weiterhin nur wenig Ausnahmen für Patientenbesuche

Alle Patienten, die stationär aufgenommen werden, werden laut Klinik in der Zentralen Notaufnahme auf eine mögliche Covid-19-Infektion getestet. Das Ergebnis eines Schnelltests könne schon nach 45 Minuten vorliegen, bei einem normalen Test nach vier Stunden. Bis zum Vorliegen der Ergebnisse bleiben die Patienten isoliert. Außerdem werde auf eine strikte Trennung der Patienten und Patientenwege sowie umfangreiche Hygiene- und Schutzmaßnahmen gesetzt.

Darüberhinaus teilte das Krankenhaus mit, dass das absolute Besuchsverbot weiterhin in Kraft bleibe. Ausnahmen, die mit der jeweiligen Station vorab telefonisch vereinbart werden müssen, gelten nur für Begleitpersonen bei stationärer Aufnahme von Kindern unter 16 Jahren, Besucher von Schwerstkranken und von Kindern unter 16 Jahren sowie Partner und Partnerinnen bei der Geburt und am Wochenbett.

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