In 30 Jahren könnte der Stadtkanal in Potsdams Innenstadt wieder mit Wasser gefüllt sein - wenn es nach Oberbürgermeister Jann Jakobs geht. Foto: Andreas Klaer
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Generationenprojekt Oberbürgermeister skizziert Pläne für Stadtkanal

Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert will eine Arbeitsgruppe für sein Herzensthema: Die Rekonstruktion des Stadtkanals in Potsdam. Bis zur Fertigstellung könnte es allerdings dauern.

Potsdam - Für die Rekonstruktion des Potsdamer Stadtkanals in der Innenstadt hat Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) neue Details seiner Pläne skizziert. Vor den Stadtverordneten sagte er am Mittwoch, erstmals seit Jahren habe es in den vergangenen Tagen ein gemeinsames Gespräch zwischen dem privaten Bauverein für das Projekt, dem Förderverein Stadtkanal und dem kommunalen Sanierungsträger für die Potsdamer Mitte gegeben. Man habe verabredet, nun unter anderem wieder auf Fördermittelsuche zu gehen.

Zugleich kündigte Schubert an, er wolle eine Arbeitsgruppe aus Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft etablieren, um einen kontinuierlichen Dialog zu dem Thema sicherzustellen: „Dort sollen nicht nur die Befürworter des Projektes mitwirken.“ Ihm gehe es darum, dass dieses Generationenprojekt von einer Mehrheit der Potsdamer getragen werde. Deshalb solle ein „Beteiligungsverfahren initiiert werden, das langfristige Planungsperspektiven für den Innenstadtbereich erarbeitet und mögliche Optionen für das Projekt aufzeigt.“ Ein Vorbild könne etwa Kiel sein, wo auch ein historischer Kanal zusammen mit der Stadtgesellschaft ausgehoben werde. Ende des Jahres werde es einen konkreten Vorschlag geben.

Zwar begrüßte der CDU-Stadtverordnete Wieland Niekisch die Ausführungen, doch die von Schubert genannte Perspektive über 30 Jahre sei ihm zu lang. Verwiesen wurde von der CDU auch auf die Vorteile des Projekts für das Stadtklima und zum Schutz vor Starkregenereignissen. Die Linken fragten dagegen nach Auswirkungen für den Stadthaushalt. Dazu machte Schubert noch keine genauen Angaben. Allerdings müsse man versuchen, dass zum Beispiel ohnehin geplante Vorhaben der Stadtwerke vor Ort mit dem Projekt verbunden würden – um Kosten zu sparen. Daher sei der Zeitplan auch langfristig angelegt. Der frühere Stadtkanal wurde in den 1960ern zugeschüttet, derzeit sind erst einzelne Teile wieder freigelegt.

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