Turbulent: Befürworter und Gegner des Garnisonkirchen-Aufbaus trafen beim Bürgerdialog aufeinander. Foto: A. Klaer
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Garnisonkirche in Potsdam Rückschlag für Bürgerdialog

Der Bürgerdialog zum Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam liegt auf Eis. Nun erklärte eine Seite, dass sie den Dialog ganz beenden möchte. Über die Gründe.

Potsdam - Noch ist der Bürgerdialog zum umstrittenen Wiederaufbau der Garnisonkirche gar nicht in Gang gekommen, da wird bereits sein Ende gefordert. Der Verein „Mitmachen“, als Träger der städtischen „Werkstadt für Beteiligung“ unter anderem für Bürgerbeteiligung in Potsdam zuständig, hat sich einstimmig für eine Beendigung des Dialogs über die Kirche ausgesprochen.

Bürgerdialog könne Streit über Garnisonkirche nicht lösen

Bei dem Vorhaben stünden sich zwei „unversöhnliche Lager gegenüber, die jeweils keinen Kompromiss eingehen wollen“, erklärte Vereinsvorstand Carsten Herzberg am Montag. Ein solcher sei auch gar nicht nötig, weil es für den Turm der Kirche eine Baugenehmigung gebe. Daher bestehe „kein plausibler Rahmen, der diesem Verfahren tatsächliche Gestaltungsspielräume einräumen“ würde. Ein Dialog könne die bestehenden Konflikte zum Thema Garnisonkirche nicht lösen, so Herzberg. Die Hauptgegner in dem Verfahren, die Bürgerinitiative gegen die Kirche sowie die Fördergesellschaft und die Wiederaufbaustiftung, seien einem „großen öffentlichen Druck ausgesetzt“, sodass die Parteien, die nicht teilnehmen, zu fürchten haben, in der Öffentlichkeit als Dialogverweigerer dazustehen.

Die Stadt, die den Bürgerdialog initiiert hat, kritisierte die Entscheidung des Vereins. Man habe mit allen Beteiligten vereinbart, die Gespräche zum Verfahren nach der Sommerpause weiterzuführen und dann erst zu entscheiden, ob und in welcher Form der Dialog geführt wird, sagte Rathaussprecher Stefan Schulz den PNN. Es sei bedauerlich, dass der Verein diese Vereinbarung öffentlich aufgekündigt habe, so Schulz.

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