Der Film "F for Freaks" ist für den Deutschen Kurzfilmpreis nominiert. Foto: obs/MDR Mitteldeutscher Rundfunk/MDR/HFF Konrad Wolf/Stephan Busk
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Filmuniversität Babelsberg Im Rennen um den Kurzfilmpreis

Vier Filmproduktionen der Filmuniversität Babelsberg können sich Hoffnungen auf den Deutschen Kurzfilmpreis machen.

Potsdam - Vier Produktionen der Filmuniversität Potsdam können sich in diesem Jahr Hoffnungen auf den Deutschen Kurzfilmpreis machen. Wie die Filmuni mitteilte, wurden für die Kategorie „Spielfilm von mehr als 10 Minuten bis 30 Minuten Laufzeit“ insgesamt drei Filmuni-Filme nominiert. Außerdem in Rennen ist der Fünfminüter „Inside Me“ in der Kategorie „Animationsfilm mit einer Laufzeit bis 30 Minuten“.

Der Filmuni zufolge sind von der Auswahlkommission für die Bereiche Spielfilm sowie für die Bereiche Animations-, Experimental-, Dokumentarfilm und Sonderpreis insgesamt zwölf Filme ausgewählt worden. 247 Beiträge sind demnach eingereicht worden.

Filme zum Thema Abtreibung und gefährliche Medikamententests

„Inside Me“ beschäftigt sich mit der Mutterschaft. Der Kurzfilm zeigt Protagonistin Anna, die stellvertretend für viele an vor ihrer wohl bisher tiefgreifendsten Entscheidung steht: abtreiben oder nicht.

„Der Proband“ dagegen erzählt die Geschichte des arbeitslosen Domenique. Dieser lässt sich in einer Klinik auf immer gefährlichere Tests ein, um damit den gemeinsamen Traum von einem Haus im Grünen mit seiner Freundin zu finanzieren. Ein Ringen um Geld und Stolz beginnt, während Domeniques Körper langsam an seine Grenzen kommt.

„F For Freaks“ wiederum führt den Zuschauer in eine Welt, die von überwuchernder Natur und menschlicher Leere geprägt ist. Die 70-jährige Gabriela ist todkrank. Mit drei Kopfgeldjägern macht sie sich auf eine Reise in eine brutale und rücksichtslose Welt: Billige Hilfskräfte, Leihmütter oder Organe – alles ist für Geld zu ordern. Das vermeintlich ewige Leben wird feilgeboten, zusammen mit der Würde des Menschen.

Schließlich „My Own Kind“: In dem Film erzählt Lilith fragmenthaft aus ihrem Leben, das von den Erwartungen anderer bestimmt wird. Sie hat lange funktioniert, ihr Schicksal stillschweigend akzeptiert. Doch nun reflektiert sie ihr Dasein.

Die Preisverleihung findet am 20. November in der Hamburger Elbphilharmonie statt.

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