Einer der Voi-E-Scooter in Potsdam. Foto: René Garzke
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Erster Anbieter gestartet Jetzt gibt's die E-Scooter auch in Potsdam

Sie sind aus europäischen Großstädten bekannt: Seit einigen Tagen sind die elektronischen Roller auch in Potsdam verfügbar.

Potsdam - Seit einigen Tagen sind sie beinahe überall im Stadtgebiet zu finden – die wie einfache Tretroller anmutenden schwarz-roten E-Scooter der schwedischen Firma Voi. Für eine Startgebühr von einem Euro sowie 15 Cent pro Minute können die Nutzer damit künftig in Potsdam noch nachhaltiger und umweltfreundlicher unterwegs sein und „die Stadt wieder als echten Lebensraum entdecken“, verspricht Voi. Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen bereits in 24 Städten und elf Ländern präsent und ist mit über drei Millionen Fahrten der größte europäische Anbieter. Erst in der vorigen Woche hat das Unternehmen in Potsdam und Berlin seine ersten Stationen in Deutschland eröffnet.

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Eine Anmeldung oder ein monatliches Abo sind nicht nötig. Einfach die App runterladen, die Verfügbarkeit überprüfen, Kreditkartennummer angeben und losfahren, verspricht Voi. Wie viele Roller in Potsdam abgestellt sind, kann das Unternehmen nicht sagen. „Wir verfolgen den skandinavischen Ansatz, mit einer kleineren Flotte zu starten und bei Bedarf zu erhöhen, um so nachhaltig und verantwortungsvoll zu wachsen. Wie viele unserer E-Scooter in Potsdam unterwegs sein werden, richtet sich nach der tatsächlichen Nachfrage“, erklärte Claus Unterkircher, General Manager bei Voi.

Ganz günstig ist eine Fahrt mit dem Voi-Roller indes nicht. Für eine zehnminütige Fahrt fallen etwa 2,50 Euro an. Zum Vergleich: Mit einem Fahrrad der Leihfirma Nextbike fährt man in Potsdam für einen Euro eine halbe Stunde. Die maximale Geschwindigkeit der E-Scooter beträgt 20 Kilometer pro Stunde. Alle Fahrten sind laut Unternehmen mit bis zu 100 Millionen Euro beim Versicherungspartner DEVK versichert und es gibt eine Kooperation mit dem Automobilclub ACV. 

Erste Potsdamer Nutzer haben allerdings über Facebook kritisiert, dass der Zahlungsvorgang zu kompliziert sei. Andere Nutzer sind dagegen begeistert. Freiberufler können sich laut Voi übrigens als Ladehelfer oder „Hunter“ bewerben. Gegen Bezahlung sammeln die Hunter in ihrer jeweiligen Stadt E-Scooter ein, laden sie zu Hause auf und stellen sie am darauffolgenden Tag frühmorgens wieder auf. 


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