Potsdam hat mittlerweile mehr als 183.000 Einwohner. Foto: Ottmar Winter
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Einwohnerzahl leicht gestiegen Potsdam wächst wieder, aber langsamer

Endes des Jahres verzeichnete die Landeshauptstadt knapp 1200 Einwohner mehr als zwölf Monate zuvor. Rund 8060 Menschen zogen aus Potsdam weg.

Potsdam - Potsdams Wachstum hat nach einer Delle im Sommer im vierten Quartal wieder Fahrt aufgenommen. Wie aus dem Quartalsbericht des Rathauses hervorgeht, zählte die Stadt zum Jahresende 2021 genau 183.401 Einwohner. Das waren 717 mehr als drei Monate vorher. Möglicherweise werden die Angaben wegen Nachmeldungen noch korrigiert. Allerdings fällt der Einwohnerzuwachs im vierten Quartal traditionell oft hoch aus, weil beispielsweise im Herbst mehr Studenten zuziehen. Vor einem Jahr stieg die Einwohnerzahl zwischen Oktober und Dezember um 601. Wie berichtet war die Einwohnerzahl im zweiten Quartal erstmal seit vielen Jahren leicht gesunken.

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Übers ganze Jahr 2021 gerechnet ist Potsdams Einwohnerzahl ebenfalls gewachsen – und zwar um 1182. Damit hat sich das Tempo von Potsdams Wachstum weiter abgeschwächt. Im Vorjahr hatte die Stadt noch um 1716 Bewohner mit Erstwohnsitz zugelegt. Im Jahr 2018 hatte der Zuwachs noch rund 2650 Potsdamer betragen. Und vorher waren seit Ende 2014 pro Jahr stets um die 4000 zusätzliche Bewohner registriert worden. Dennoch hat Potsdam im vergangenen Jahr wie berichtet Saarbrücken als drittkleinste Landeshauptstadt Deutschlands überholt.

Ausländeranteil leicht gestiegen

Das verminderte Wachstum liegt unter anderem an geringerem Zuzug. 8969 neue Potsdamer ließen sich im ganzen Jahr 2021 nieder. Im Vorjahr waren es rund 500 mehr und 2019 lag diese Zahl noch bei 11.093. Zugleich verließen etwas mehr Potsdamer ihre Stadt: 8063 waren es im Jahr 2021, also 260 mehr als im Vorjahr.

Der Ausländeranteil in Potsdam lag zum Jahreswechsel bei 10,2 Prozent, das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als noch Ende 2020. Unter den 18.730 Ausländern sind laut Quartalsbericht 4925 aus sogenannten Asylherkunftsländern. 5061 Potsdamer mit ausländischen Wurzeln stammen aus dem EU-Ausland. Das waren 42 mehr als Ende 2020. 

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