Auf den beiden neuen Plätzen im Volkspark Feld kann man sich mit Fußball und am Basketball austoben. Foto: Andreas Klaer
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Bornstedter Feld Im Volkspark gibt mehr Platz für Sport - und weitere Neuigkeiten

Anne Jerratsch

Im Kleinen Wiesenpark gibt es neue Anlagen für Fuß- und Streetball. Außerdem hat der Cirkus Montelino einen neuen Standort und bald soll es einen weiteren Jugendtreff geben.

Potsdam - Der Potsdamer Norden kann das Jahr 2020 sportlich angehen: Im Volkspark eröffnete der Entwicklungsträger Bornstedter Feld am Mittwoch im Kleinen Wiesenpark zwei neue Außensportanlagen für Fußball und Streetball. 

Die beiden neuen Felder wurden sogleich von den Kindern des SG Bornim e.V. getestet. Noch bevor Bert Nicke zur Trillerpfeife greifen konnte, waren sie schon mitten im Spiel. Der Geschäftsführer des Entwicklungsträgers eröffnete den 800 Quadratmeter großen Fußballplatz und das nebenliegende 100 Quadratmeter große Streetballfeld mit einem symbolischen Anpfiff. Im Kleinen Wiesenpark im südlichen Teil des Volksparks an der Kiepenheuerallee können Freizeitsportler also ab sofort kicken und Körbe werfen.

Erst am Morgen der Eröffnung fand die Abnahme statt

Nicke gab einen Einblick in die Entstehung der Sportanlagen. Die Bauarbeiten hätten knapp drei Monate gedauert, die Kosten für die beiden Spielfelder beliefen sich schlussendlich auf insgesamt 310.000 Euro, berichtete er. Damit sei man etwa 20 Prozent über den ursprünglich angesetzten Kosten gewesen.

Dabei wurde es mit der Fertigstellung am Ende recht knapp, gab er zu: „Erst heute Morgen fand die Abnahme für den Platz statt, das war dann doch etwas eng geplant.“ 

Die neuen Plätze sind für alle offen

Die neuen Plätze stünden jedem Sportler offen, betont Nicke. Bewusst verzichtet hätte der Entwicklungsträger daher auf eine Einzäunung, wie sie im nördlichen Parkteil angewandt werde. Dort wolle man die Regelung mit festen Öffnungszeiten von 5 bis 23 Uhr beibehalten – vor allem, um Vandalismus zu vermeiden, so Nicke. 

Die Schließzeiten hatten laut einer Kleinen Anfrage des Linke-Stadtverordneten Sascha Krämer bei der Stadt zu Unmut geführt: Anwohner hätten mehrfach vor verschlossener Tür gestanden, auch ein Informationsschild über die Öffnungszeiten fehle an manchen Eingängen in den Park, heißt es.

Der Zirkus ist jetzt an der Straße

Wer den Eingang an der Hermann-Kasack-Straße betritt, entdeckt schnell auch den neuen Standort des Circus Montelino. Nur wenige Meter neben der Straße hat das Zirkusprojekt sein neues Zelt aufgeschlagen. Geschäftsführerin Ute Warbein zeigt sich glücklich über den neuen Standort. 

Noch ist das neue Gelände im Rohzustand, Strom und Wasser sei erst seit wenigen Tagen zugänglich. Die Truppe sehe aber dennoch optimistisch in die Zukunft. Optimismus sei auch das beste Mittel gegen die anfängliche Skepsis der Anwohner, so Warbein. „Statt ins Grüne schauen sie erst auf eine riesige Baustelle und später auf ein großes Zelt. Ich kann verstehen, dass es hier erst einmal Unbehagen gibt“, sagt sie. 

Zugleich will sie beruhigen: „Wir halten uns selbstverständlich an die Lärmschutzauflagen. Wenn es trotzdem Probleme geben sollte, sind wir immer ansprechbar“, versichert sie. Ab Mitte Januar soll das Programm im Zirkusprojekt weitergehen.

Mehrere Bauten sind geplant

Im Volkspark seien für das kommende Jahr zahlreiche weitere Bauprojekte geplant. Der Circus Montelino soll ein festes Trainingshaus mit gut 100 Quadratmetern bekommen, bestätigt Ute Warbein. So könne man wetterunabhängig an neuen Trainingseinheiten arbeiten und zugleich einen weiteren Treffpunkt für Jugendlich bieten. Der Baustart sei im Herbst 2020 geplant. 

Ein zweiter Jugendtreff soll im Norden des Volksparks nahe des Biosphärengeländes entstehen. Das berichtet wiederum Bert Nicke vom Entwicklungsträger Bornstedter Feld. Für die Planung soll ein Architektenwettbewerb im kommenden Frühjahr veranstaltet werden. Auswahl und Fertigstellung würden jedoch mindestens bis 2023 dauern, so Nicke. Das Schicksal der Partygärten jedoch ist weiterhin unklar.

Die Stadt hat dem Betreiber der von der Verkleinerung des Volksparks bedrohten Beachvolleyballanlage „FunFor4“ einen neuen Standort im Volkspark an der Ecke Kiepenheuer-/ Erich-Mendelsohn-Allee angeboten. Das hat das Rathaus jetzt auf Anfrage - ebenfalls des Linken-Stadtverordneten Sascha Krämer - bekannt gegeben. „Der Standort ist planungsrechtlich gesichert.“ Der private Betreiber der Anlage habe den Standort akzeptiert und den erforderlichen Bauantrag für die Verlagerung eingereicht. Die Zukunft der von rund 15 000 Besuchern pro Jahr genutzten Anlage war lange unklar gewesen. Gründer Sebastian Kremin sagte den PNN, er hoffe im nächsten Frühjahr umziehen zu können – das liege aber eben auch daran, ob rechtzeitig die Baugenehmigung erteilt werden könne.

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