Buckelpiste. Seit Jahren ist die Templiner Straße sanierungsbedürftig. Foto: S. Gabsch
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Baustellen in Potsdam Sanierung der Templiner Straße beginnt

Sarah Stoffers

Die Baumaßnahmen an der Fahrbahn erfolgen in fünf Bauabschnitten und sollen voraussichtlich ein Jahr dauern.

Potsdam/Templiner Vorstadt - Die Sanierung der Templiner Straße beginnt am 4. September und soll in fünf Bauabschnitten erfolgen. Das teilten die zuständigen Mitarbeiter der Landeshauptstadt Potsdam bei einer Informationsveranstaltung für die Anwohner am Montag im Forsthaus Templin mit. Die Bauarbeiten sollen etwa ein Jahr lang dauern. Seit mehreren Jahren soll der marode Hauptweg zwischen Potsdam und Caputh entlang des Templiner Sees erneuert werden, die Abstimmungen zwischen der Stadt, der Gemeinde Schwielowsee und dem Land zur Finanzierung haben allerdings gedauert.

Insgesamt wird eine Strecke von 3,9 Kilometern vom Ortseingang Potsdam aus bis zum Eingang von Caputh saniert. Etwa die Hälfte der Strecke der alten Straße, die derzeit größtenteils mit brüchigen Betonplatten versehen ist, soll im Bereich der Trinkwasserschutzzonen mit Asphalt von Grund auf neu hergestellt werden. In den anderen Teilen erfolgt die nötige Sanierung als Aufbau aus Schotter und Asphalt auf die bestehende Betondecke. Dadurch wird die Fahrbahn an einigen Stellen angehoben werden. Die Templiner Straße wird in der Bauzeit voll gesperrt sein.

Noch ist nicht klar, wie lange die Bauarbeiten dauern werden

Die ersten beiden Bauabschnitte an der Straße umfassen den Teil am Ortseingang Potsdam bis etwa kurz vor der Ausfahrt zum Elka Kabelbau in der Templiner Straße 100. Der dritte Abschnitt führt von der Ausfahrt bis zum Strandbad Templin. Der vierte Bereich umfasst die Straße am Strandbad und dem Forsthaus und der fünfte reicht bis zum Ortseingang Caputh. Wie lange genau jedoch die Arbeiten an den einzelnen Abschnitten dauern werden, war bei der Informationsveranstaltung noch nicht klar. Das würde noch mit den Baufirmen besprochen.

Als weitere Maßnahme soll an den Ortseingängen nach Caputh und Potsdam Mittelinseln für die Radfahrer entstehen, die sie auf den Radweg führen. „Dafür wird die Fahrbahn an den betreffenden Stellen verbreitert werden. Auf den Inseln wird genug Platz für zwei bis drei Fahrradfahrer sein“, sagte die zuständige städtische Verkehrsplanerin Martina Woiwode. Auch der Radweg soll zum Teil erneuert werden. Jedoch wird er während der gesamten Zeit weiterhin benutzbar sein, versprach Woiwode. „Die Überschwemmungen und Verschlammungen, die in der Vergangenheit immer wieder für Unmut bei den Radfahrern gesorgt hatten, sollen künftig nicht mehr vorkommen“, sagte die Sachbearbeiterin Kerstin Schulz von der Bauplanung.

25 Amphibien-Schutztunnel werden eingebaut

Neue Parkplätze sollen nur an einer alten Bushaltebucht am Kieskutenberg entstehen. Ansonsten sollen die Seitenbereiche der Straße mit Pollern versehen werden, um das Parken zu verhindern.

Während der gesamten Bauzeit an der Templiner Straße wird die Umleitung Richtung Caputh über die Bundesstraße 2 und Michendorf erfolgen. Die Fahrzeit für die Busse nach Caputh und Ferch soll sich dadurch Schulz zufolge kaum verlängern. Für die Anwohner werden zusätzlich Shuttles fahren, während der Arbeiten an den ersten drei Abschnitten vom Schloss Caputh aus zum Forsthaus Templin und zum Strandbad. Wenn die ersten Abschnitte bis zum Forsthaus fertig sind, werde von dort aus ein Shuttle-Verkehr bis zum Templiner Eck eingerichtet.

Für die jährliche Amphibienwanderung auf einem rund 800 Meter breiten Abschnitt zwischen Wald zum Templiner See werden mit Fördermitteln 25 Amphibien-Schutztunnel entstehen. Somit seien an den betroffenen Stellen keine temporären Geschwindigkeitsbegrenzungen während der Wanderungen mehr notwendig, wie Schulz erklärte. Den Zuschlag für die Bauarbeiten hat die Strabag AG bekommen. Die reinen Baukosten für die Sanierung betragen 2,5 Millionen Euro, sagte Schulz. Die Gemeinde Schwielowsee übernimmt davon 440 000 Euro. Etwa zwei Drittel der förderfähigen Kosten werden vom Land übernommen. Sarah Stoffers

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