Auf diesem Areal im Kirchsteigfeld sollen die Wohnungen gebaut werden. Foto: Andreas Klaer
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Baustart verzögert sich um Monate Keine Sozialwohnungen im Kirchsteigfeld?

Das Wohnungsunternehmen Semmelhaack rechnet im Frühjahr mit einer Baugenehmigung. 160 Wohnungen sollen entstehen. Die Mieten fallen wohl höher aus als geplant.

Potsdam - Jahrelang gehörte die Brache zwischen Ricarda-Huch-Straße und Priesterweg vor allem den Hunden aus der Umgebung. Und auch jetzt tut sich auf dem Areal im Kirchsteigfeld wenig. Dabei sollte dort eigentlich schon seit vergangenem Jahr gebaut werden. Doch daraus wurde nichts. Das Wohnungsunternehmen Semmelhaack rechnet mit einer Baugenehmigung im Frühjahr, hieß es auf PNN-Anfrage. „Die Bauanträge sind eingereicht“, wie Annina Semmelhaack den PNN mitteilte. 

In der Zwischenzeit hat sich offenbar die Gestaltung geändert. Wie die Gebäude genau aussehen, sollte vor einem Jahr nämlich mit dem Gestaltungsrat geklärt werden. „Es gab weiteren Abstimmungsbedarf und einige Änderungen. Wir haben diese gemeinsam und in guter Zusammenarbeit mit der Stadt nunmehr auf den Weg gebracht“, teilte Semmelhaack mit. Derzeit werde auch eine Visualisierung vorbereitet. 

160 Wohnungen sollen entstehen

Wie berichtet sollen auf dem 15.000 Quadratmeter großen Areal 160 Wohnungen entstehen. In den Erdgeschossen sei kein Gewerbe geplant. Ein Drittel sollten Sozialwohnungen sein. Dort wären dann für Inhaber von Wohnberechtigungsscheinen je nach Einkommen Kaltmieten von 5,50 Euro beziehungsweise 7 Euro pro Quadratmeter fällig. Doch das ist keineswegs sicher. „Es gab noch keinen Förderbescheid für das Bauvorhaben“, so Semmelhaack. „Aufgrund der erhöhten Baukosten können wir derzeit nicht einschätzen, ob wir bei dieser Maßnahme eine Förderung einsetzen können.“

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Die erhöhten Kosten schlagen offenbar auch auf die restlichen Mieten durch. „Die freifinanzierten Wohnungen werden je nach Lage und Größe zu einem Mietzins ab rund 11 Euro je Quadratmeter Wohnfläche angeboten werden“, hieß es. Vor einem Jahr war noch von Kaltmieten von 10 Euro je Quadratmeter die Rede. 

Eine Fläche ist für eine Kita reserviert

2020 hatten die Stadtverordneten mit einem Beschluss den Weg für die Wohnbebauung freigemacht. Damit wurde das Areal von einem Mischgebiet für Gewerbe und Wohnen in ein reines Wohngebiet umgewandelt. Hinter den Neubauten soll ein 25 Meter breiter Grünstreifen parallel zur geschützten Allee entlang des Priesterweges erhalten bleiben. Im östlichen Teil neben der Straßenbahntrasse ist eine Fläche für eine Kita reserviert. Diese war zuvor verkleinert worden, weil laut Stadtverwaltung kein ausreichender Bedarf vorhanden ist. 

Das dem Bebauungsplan zu Grunde liegende städtebauliche Konzept in Form einer vier- bis fünfgeschossigen Blockrandbebauung greife charakteristische Elemente des ursprünglichen städtebaulichen Konzeptes auf mit höheren Gebäudeteilen am westlichen Ende der Ricarda-Huch-Straße. Seinerzeit war von Investitionen in Höhe von rund 20 Millionen Euro die Rede. Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen sollen Wohnflächen von jeweils rund 49 bis 85 Quadratmeter haben. 

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