Die Wollestraße in Babelsberg. Foto: Bild ohne Text
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Altes Verkehrswertgutachten Preisnachlass für Wollestraße 52 ungewiss

Seit Jahren versuchen die Mieter der Wollestraße 52 ihr Haus zu kaufen. Ein neues Verkehrswertgutachten könnte dem Plan aber zunichtemachen.

Potsdam - Für die Mieterinitiative des Hauses in der Wollestraße 52 in Babelsberg wäre es eine große Hilfe gewesen, doch nun ist ungewiss, ob es dazu kommt. Im nichtöffentlichen Teil des Bauausschusses gab es nach PNN-Informationen keine Mehrheit für eine Vorlage der Stadtverwaltung. Diese sah vor, das Haus in der Wollestraße 52 zu einem Preis zu verkaufen, der einem mittlerweile veralteten Verkehrswertgutachten entstammt. Dem Sanierungsträger Stadtkontor wären dadurch rund 70.000 Euro entgangen, die nach Abschluss der Sanierungsmaßnahme den städtischen Haushalt belasten würden. Bei der Abstimmung im Ausschuss gab es ein Patt. In der Stadtverordnetenversammlung könnte es also spannend werden.

Hintergrund ist, dass die Mieter bereits seit 2013 versuchen ihr Haus zu kaufen, seit Mitte 2017 wird ernsthaft verhandelt. Im vergangenen Jahr hatte das Mietshäusersyndikat, das deutschlandweit Mietern beim Kauf von Häusern hilft, in einem offenen Brief eine Verdoppelung des Kaufpreises beklagt. Verwiesen wurde auch auf das wohnungspolitische Konzept, nachdem städtische Immobilien bevorzugt „an sozialverantwortliche Neubesitzer“ verkauft werden sollen. Stadtkontor hatte sich seinerzeit gerechtfertigt: Die Verhandlungen hätten sich vor allem in die Länge gezogen, weil die durch die Mieter vorgelegten Konzepte nicht schlüssig oder nicht vollständig gewesen seien.

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