Potsdam benötigt deutlich mehr Straßenbahnen Foto: Ottmar Winter
© Ottmar Winter

Als Ersatz für die Tatras Stadtverordnete stimmen für Kauf neuer Straßenbahnen

Bezahlt werden muss aus der Stadtkasse, mit Landesfördergeld und per Kredit. Kosten: Mehrere Millionen Euro. Ab 2024 sollen die neuen Bahnen fahren.

Potsdam - Der Weg für neue Straßenbahnen in Potsdam ist frei. Die Stadtverordneten haben am Donnerstagabend im Finanzausschuss eine Finanzierungsvereinbarung zur Beschaffung von zunächst zehn Niederflurstraßenbahnen zwischen der Stadt Potsdam und ihrem Verkehrsbetrieb abgesegnet - ohne Gegenstimmen.


Die Trams sollen als Ersatz für nicht barrierefreie Tatra-Bahnen mit ihren hohen Treppenstufen dienen, die derzeit noch in Potsdam eingesetzt werden. Dafür geht die Stadt von 41 Millionen Euro aus. "Mangels ausreichender Eigenmittel der ViP" solle die Beschaffung über 12,3 Millionen Euro hohe Zuschüsse der Stadt und einen Kredit finanziert werden. Bestandteil der städtischen Mittel sind auch Sonderzuweisungen des Landes. Für den Kredit in Höhe von 28,7 Millionen Euro geht die Stadt von 1,4 Millionen Euro Zinsen aus.

Ab 2024 sollen die ersten Trams fahren

Wie berichtet will der ViP – auch wegen der geplanten Tramtrasse in Richtung Krampnitz – in den nächsten Jahren bis zu 25 Bahnen kaufen. Demnach sollen laut einer zuletzt veröffentlichten ViP-Ausschreibung die ersten Fahrzeuge ab Januar 2024 geliefert werden, sie sollen jeweils Platz für bis zu 246 Menschen bieten. Das entspricht dem Fassungsvermögen der auf 40 Meter verlängerten Combino-Trams von Siemens in Potsdam, den längsten Fahrzeugen der Flotte.


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