So könnte das neue Wohn- und Gewerbegebiet am Kirchsteigfeld einmal aussehen. Visualisierung: Egenter & Czischka
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Aktuelles aus der Stadtverordnetenversammlung Bebauungsplan für Kirchsteigfeld soll geändert werden

Entlang der Ricarda-Huch-Straße im Kirchsteigfeld soll ein Wohn- und Gewerbepark entstehen. Im Streit um die Bebauung gibt es nun eine Lösung.

Potsdam - Die Landeshauptstadt treibt die Entwicklung eines Wohn- und Gewerbestandorts im Kirchsteigfeld voran. Am Mittwoch stimmten die Stadtverordneten mehrheitlich für einen entsprechenden Grundsatzbeschluss auf Antrag von SPD, CDU/ANW und Linken. Weil anders als bisher vorgesehen dort auch Wohnungen und nicht nur Gewerbeflächen entstehen sollen, muss der Bebauungsplan geändert werden.

Hochhäuser fürs Gewerbe

Wie berichtet plant eine Potsdamer Investorengruppe, entlang der Ricarda-Huch-Straße einen Wohn- und Gewerbepark zu errichten. Weil die Investoren zusätzlich zu den Gewerbeflächen aber noch 70.000 Quadratmeter Wohnfläche sowie Pflegeeinrichtungen, Kitas und andere Dienstleistungen auf dem Areal unterbringen wollen, sollen die Gewerbeflächen buchstäblich in die Höhe wachsen und in bis zu 16-geschossigen Hochhäusern untergebracht werden.

In der Debatte betonte Linke-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg, dass die Entwicklung der Gewerbefläche der Maßstab bleiben soll. Deshalb habe man sich auch im Hauptausschuss verständigt, dass 120.000 Quadratmeter Gewerbeflächen festgeschrieben werden sollen. Unterstützung kam von Potsdams CDU-Chef Götz Friederich, der auch dem Wirtschaftsrat vorsitzt: „Die Gewerbeflächen sollen bleiben.“ Wohnen solle nicht zulasten des Gewerbes gehen. Es sei absehbar, dass die Büroflächen dann in Hochhäusern an der Autobahn errichtet werden. „Aber vielleicht ist das ja ganz nützlich als Abgrenzung“, so Friederich.

Zuvor hatte Grünen-Fraktionschef Peter Schüler dafür geworben, sich nicht jetzt schon auf konkrete Zahlenvorgaben festzulegen. Man sollte ein optimales Verhältnis zwischen Wohnen und Gewerbe erst im Verfahren ermitteln. Mit seiner Sichtweise konnte er aber die Mehrheit nicht überzeugen.

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