Das Rathaus von Werder (Havel) ist seit 1990 in den Händen der CDU.  Foto: Andreas Klaer
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Werder hat die Wahl aus vier Kandidat:innen Linker will Bürgermeister werden

Timo Ritter ist der dritte Herausforderer von Amtsinhaberin Manuel Saß (CDU). Er wurde bei einer Wahlversammlung einstimmig nominiert.

Werder (Havel) - Am 12. Juni soll in Werder (Havel) darüber abgestimmt werden, wer die nächsten acht Jahre die Stadtverwaltung führt. Das Kandidat:innenfeld für die Bürgermeisterwahl erweitert sich immer mehr. Am Sonntag erklärte die Linke, dass Timo Ritter für sie ins Rennen geht. Er sei bei einer Wahlversammlung einstimmig nominiert worden. Der 51-Jährige ist einer von drei Stadtverordneten der Partei. Besonders wichtig seien ihm Angebote für junge Menschen in allen Ortsteilen, so Ritter. Außerdem wolle er Beteiligungsverfahren und Vereinsförderung verbessern.

Ritter ist damit der dritte Herausforderer von Amtsinhaberin Manuela Saß, die erneut für die CDU antritt. Die SPD hatte im Januar Anja Spiegel zur Kandidatin gekürt. Spiegel ist 42 Jahre alt, wohnt in Bliesendorf und leitet den Bereich Finanzen der Bundesagentur für Arbeit Berlin-Brandenburg. Zuvor hatte es Überlegungen gegeben, dass die Opposition sich auf eine gemeinsame Kandidatin einigt. Die SPD entschied sich jedoch dagegen. 

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Saß setzte sich 2014 klar durch

Außerdem bewirbt sich Anika Lorentz, Stadtverordnete der Fraktion Stadtmitgestalter/ Ingo Krüger, als parteiunabhängige Einzelbewerberin. Die 39-Jährige aus Glindow wird auch von den Grünen unterstützt. Für das Bürgermeisteramt werden eine Mehrheit und die Stimmen von mindestens 15 Prozent aller Wahlberechtigten benötigt. 

Saß hatte 2014 die Bürgermeisterwahl im ersten Anlauf gewonnen und holte fast zwei Drittel der Stimmen. Allerdings wurde sie damals auch von der SPD unterstützt. Gegenkandidaten stellten damals die Linke, die Grünen und die AfD auf. Das Rathaus von Werder (Havel) ist seit 1990 in den Händen der CDU. Bis 2014 regierte dort Werner Große, der 2014 nicht wieder angetreten war. Werder galt lange Jahre als Hochburg der CDU. Bei der Bundestagswahl im September lag jedoch die SPD deutlich vorn bei Erst- und Zweitstimmen

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