Karl Butthof ist am Ostermontag gestorben. Foto: Manfred Thomas
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Trauer um Karl Butthof Oboist aus Kleinmachnow mit 93 Jahren verstorben

Karl Butthof verstarb am Ostermontag. Der Oboist hat das musikalische Leben Kleinmachnows entscheidend geprägt.

Kleinmachnow - Den 90. Geburtstag vor gut drei Jahren konnte Karl Butthof inmitten eines großen Freundes- und Bekanntenkreises in der Kleinmachnower Dorfkirche feiern. Er hat das musikalische Leben Kleinmachnows und darüber hinaus zu DDR-Zeiten entscheidend geprägt. Am Ostermontag ist Karl Butthof mit 93 Jahren verstorben.

Der in Schwerin als Sohn eines Oboisten Geborene widmete sich zeitlebens dem Instrument. Mitten in den Wirren des Zweiten Weltkrieges studierte er am Konservatorium seiner Heimatstadt. 1955 kam es an das Defa-Sinfonieorchester in Babelsberg. Hier galt es mit völliger Unvoreingenommenheit sich den verschiedenen Musikepochen und der aktuellen Filmmusik zu widmen, deren Interpretation Flexibilität, schnelles Reaktionsvermögen erforderte. 

An unzähligen Film- und Fernsehaufnahmen wirkte er mit, auch solistisch. Sogar bei der Einspielung des Sandmann-Liedes im DDR-Fernsehen vor über 50 Jahren war der Musiker mit der Oboe beteiligt. Butthofs herzerfrischende und einfühlsame Musizierhaltung hat sich aber vor allem in Werken des 18. Jahrhunderts manifestiert. Dies konnte man immer wieder in dem von ihm mitbegründeten Barockmusikkreis Kleinmachnow beglückend wahrnehmen. 

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