Im Sommer 2018 demonstrierten Jugendliche für eine legale Partylocation in Stahnsdorf. Foto: Andreas Klaer
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Stahnsdorf Technoparty für Juni abgesagt

Die erste legale Techno-Party in Stahndorf kam gut an. Doch die Veranstalter warten noch immer auf das versprochene Geld der Kommunen. Und das hat Konsequenzen.

Stahnsdorf - Die für den 15. Juni angekündigte Techno Open-Air Party auf dem Gelände des Motocross Vereins in Schenkenhorst wird ausfallen. Das teilte Veranstalter Marco Oede den PNN am Dienstag mit. 

Der Grund für die Absage: Die Kommunen Teltow, Stahnsdorf und Kleinmachnow haben rund zwei Wochen nach der ersten Party die versprochene finanzielle Unterstützung noch nicht überwiesen. So hat wie berichtet jede Gemeinde zugesagt, die von Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbst organisierten drei Partys in diesem Jahr mit insgesamt 9000 Euro zu finanzieren.

Keine Initiative der Kommunen

„Ich bin richtig sauer, mir reicht es“, so Oede am Dienstag. Er selbst sei mit über 1000 Euro finanziell in Vorleistung getreten, der Schenkenhorster Motocross Verein habe mehrere offene Rechnungen vorliegen. So müssten die Toilettenhäuschen, die Musikanlage, die Versicherungen jetzt bezahlt werden. Doch aus den Kommunen gebe es bisher keinerlei Initiative, das zugesagte Geld zu übergeben, so Oede. 

„Mir ist es egal, ob ein Kassenwart krank ist oder nicht“, sagt der Stahnsdorfer Vater, der zusammen mit seinem Sohn und einer Gruppe von weiteren jungen Veranstaltern die erste legale Technoparty in Stahnsdorf organisierte.

Oede ärgert sich auch, dass man im Kleinmachnower Rathaus von den Veranstaltern nun auch ein Finanzierungsplan vorgelegt bekommen will, „das war so nicht abgesprochen“ und würde noch weiteren Aufwand bedeuten. Ob die dritte Party, geplant Anfang August stattfindet, kann Oede derzeit noch nicht sagen. Die erste legale Party am 18. Mai war ein Erfolg: Rund 820 Technofans kamen im Laufe des Abends und der Nacht.

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