Im Sommer 2018 demonstrierten Jugendliche für eine legale Partylocation in Stahnsdorf. Foto: Andreas Klaer
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Shuttlebus-Panne Nächster Termin für Technoparty in Stahnsdorf wackelt

Lange haben die Jugendlichen rund um Stahnsdorf für eine legale Techno-Party gekämpft. Die erste Fete war ein voller Erfolg. Die zweite Party droht aber auszufallen.

Stahnsdorf - Trotz des Erfolges der ersten legalen Technoparty in Stahnsdorf, ist ungewiss, ob die nächste Party wie geplant am 15. Juni stattfinden wird. Das sagte Veranstalter Marco Oede den PNN. Das Problem: Die Veranstalter müssen zuvor einen geeigneten Shuttle-Transport finden. Bei der ersten Ausgabe am vergangenen Samstag war der Service unangekündigt ausgefallen. In der kommenden Woche will sich Oede zusammen mit dem Motocrossverein Schenkenhorst, auf dessen Areal die Partys stattfinden, und mit der Stahnsdorfer Gemeindevertreterin Rosemarie Kaersten (Linke), die das Vorhaben unterstützt, zusammensetzen, um nach einer Lösung zu suchen.

Oede hofft, dass ein Shuttlebus organisiert werden kann, damit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf dem Heimweg nichts zustößt. Sie alleine von Schenkenhorst über die Landstraße nach Hause laufen zu lassen, sei viel zu gefährlich. Das Budget der Veranstalter für einen geeigneten Transport liege bei 600 Euro. „Toll wäre es auch, wenn sich ein Sponsor für den Transport finden würde oder wenn uns jemand mit guten Tipps helfen könnte“, sagt Oede.

Eltern mitten in der Nacht aus dem Bett geholt

Das war am Samstag nicht der Fall: Rund 820 Technofans kamen im Laufe des Abends und der Nacht nach Schenkenhorst zu der Party. Viele, vor allem die Jüngeren unter ihnen, mussten kurz nach Mitternacht ihre Eltern aus den Betten klingeln und sie bitten, sie abzuholen. Den Veranstaltern war erst kurz vor Mitternacht aufgefallen, dass der zuvor angekündigte Bus-Shuttle ausfällt.

„Es gab ein Kommunikationsproblem“, erklärt Oede. So hätte Rosemarie Kaersten zuvor die Feuerwehr angefragt, ob deren Fahrzeuge für den Shuttle genutzt werden könnten. Der Vorsitzende des Motocross-Vereins hatte gleichzeitig ein privates Busunternehmen beauftragt, den Auftrag aber wieder storniert. Zwischenzeitlich hatte die Feuerwehr abgesagt – im Endeffekt hatte niemand den Shuttle organisiert. „Ich nehme die Verantwortung auf mich“, so Kaersten gegenüber den PNN. Sie versuchte noch in der Nacht zu Sonntag gemeinsam mit ihrem Mann so viele Jugendliche wie möglich mit ihrem eigenen Auto sicher nach Stahnsdorf zu bringen. Die Mitveranstalterin kündigte an, sich für die nächsten Partys, ursprünglich geplant für den 15. Juni und 3. August, besser abzusprechen.

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