RegioBus setz mehr Busse auf der Linie 629 ein Foto: Enrico Bellin (Archiv)
© Enrico Bellin (Archiv)

Schülerverkehr in Kleinmachnow Wieder mehr Platz für Schüler

Auf der Linie 629 hat das mittelmärkische Busunternehmen RegioBus ein weiteres Taxi ersetzt. Das Grundproblem aber bleibt.

Kleinmachnow - Nach massiven Elternprotesten hat das mittelmärkische Busunternehmen RegioBus erneut das Angebot im Schülerverkehr verbessert. Auf der Linie 629 fährt zwischen Stahnsdorf, Kleinmachnow und Teltow ab sofort zu einer weiteren Zeit am Nachmittag ein regulärer Bus statt eines Großraumtaxis. Dies war zuvor von Eltern durch Unterschriftenlisten und in Briefen an Behörden gefordert worden, nachdem Kinder wiederholt nach Schulschluss in den Autos nicht mitgekommen seien. Statt bisher bis gegen halb vier, fährt nun auf der Strecke bis etwa 16 Uhr ein Bus, den die Schüler der an der Linie liegenden Grund- und weiterführenden Schulen am Montag erstmals nutzen konnten. „Wir sind soweit zufrieden“, sagte Elternsprecher Andreas Schlitter den PNN. Mit der Gesamtsituation sei er aber weiter nicht glücklich. Der Umstieg auf den öffentlichen Personennahverkehr müsse stärker gefördert und nicht, wie durch den Einsatz von Großraumtaxis, eingeschränkt werden, meint er.

Wie berichtet hatte RegioBus im Oktober den Fahrplan auf der Linie verändert und statt der Busse zu einigen Zeiten achtsitzige Großraumtaxis eingesetzt. Schon kurz darauf besserte das Unternehmen nach, nachdem Eltern darauf hingewiesen hatten, dass Schüler morgens in den Autos keinen Platz fanden. „Dennoch bleibt es so, dass wir in den nachfrageärmeren Zeiten notgedrungen auf ein Linientaxi zurückgreifen müssen“, bedauert RegioBus-Sprecherin Anette Lang. Grund seien die Anforderungen durch die Baustellen in der Region als auch eine angespannte Fahrersituation. Zwar habe sich das Unternehmen bemüht, für die Busfahrten einen Subunternehmer zu gewinnen. Allerdings erfolglos, so Lang. Die Großraumtaxis waren eingeführt worden, um dennoch einen möglichst zuverlässigen Service anbieten zu können. „Es ist keinem gedient, wenn Busse ausfallen, weil kein Ersatzfahrer vorhanden ist“, sagte sie.

Zuletzt hatte das Busunternehmen verstärkt Werbung gemacht, um neue Mitarbeiter und insbesondere BusfahrerInnen zu gewinnen. Sobald sich die Personalsituation entspannt, werde dies auch für die Kunden spürbar, verspricht Anette Lang. Wie für die Fahrgäste sei auch für das Busunternehmen ein regulärer Busbetrieb auf der Linie 629 weiter ein erklärtes Ziel. 

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