ARCHIV - ILLUSTRATION - Eine Frau hält am 06.01.2013 in Berlin einen Telefonhörer (gestellte Aufnahme). Beim Enkeltrick gaukeln Betrüger ihren meist betagten Opfern am Telefon vor, ein naher Verwandter - etwa ein Enkel - zu sein. Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa (zu dpa «Perfide Masche, betagte Opfer: Wie Telefonbetrüger Senioren abzocken» vom 23.06.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit Foto: picture alliance / dpa
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Polizeibericht für Potsdam-Mittelmark Trickbetrüger scheitern mit mieser Masche

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Erneut schüren Trickbetrüger Angst. Zurzeit vermehrt im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Die Masche ist perfide, aber durchschaubar.

Wieder versuchen Trickbetrüger im Landkreis Potsdam-Mittelmark vor allem ältere Menschen um ihre Wertsachen zu bringen.

Die Masche ist nicht neu und zumeist die gleiche, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Doch immer wieder fallen Menschen auf den Trick herein.

"In allen Fällen wurde bei den Angerufenen eine Telefonnummer im Display angezeigt, die die Zahl 110 beinhaltete, um so offenbar den Anschein zu erwecken, dass auch wirklich die Polizei anrufen würde", teilte die (echte) Polizei mit.

Hat man einmal den Hörer abgenommen, beginnt fast immer das gleiche Spiel: "Die angeblichen Polizeibeamten behaupteten, dass durch sie eine Tätergruppe festgenommen werden konnte, bei denen sich eine Liste mit potentiellen Opfern befand", warnt die Polizei.

Die Anrufer würden zunächst Angst schüren, indem sie erzählen, der Name der/des Angerufenen stehe auf dieser Liste. "In geschickter Gesprächsführung", so die Polizei, würden die Anrufer "neben auffälligen Beobachtungen in der Vergangenheit, auch nach den persönlichen Besitz- und Vermögensverhältnissen der Angerufenen" fragen.

Oft reagieren die Angerufenen richtig und legen auf. Doch davon lassen sie die Betrüger nicht immer abschrecken. Sie versuchen es oftmals wieder und drängen die Opfer auf ein Treffen, bei dem man die Wertgegenstände sicher würde.

Die Polizei findet diese Betrugsmasche besonders verwerflich, da "sich die Täter als Polizisten ausgeben, um sich durch die vermeintliche Seriosität das Vertrauen zu erschleichen".

Die Polizei rät, sich niemals auf solche oder ähnliche dubiosen Geldforderungen, von wem auch immer und unter welchem Vorwand auch immer einzulassen.
Diesen Rat hatten auch die Angerufenen in den letzten Tagen gehalten. Zu einer Geldübergabe kam es in keinem Fall, berichtete die Polizei.

Verhaltensweisen im Überblick

• Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen. Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis!

• Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen! Vereinbaren sie einen späteren Gesprächstermin, damit die in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei überprüfen können. Im Zweifelsfall beenden Sie das Telefonat!

• Rufen Sie die örtliche Polizei zurück. Verwenden Sie dazu nur die öffentlich bekannte Telefonnummer – aber nicht die Nummer, die die Anruferin oder der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat oder die auf dem Display angezeigt wurde!

Notieren Sie sich ggf. die auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers

• Bevor Sie jemanden ihr Geld geben wollen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer“ erscheint, informieren Sie bitte ihre örtliche Polizeidienststelle

• Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind - auch nicht der Polizei, sagt die Polizei.

• Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die echte Polizei. Sie erreichen sie unter der Nummer 110!

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