Auf Facebook ist ein zweites Video aus Kleinmachnow veröffentlicht worden. Es soll vom 6. Januar 2019 stammen. Foto: Facebook/ Danilo Schimanski
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Plage in Kleinmachnow Jagdbehörde will „alle Mittel“ gegen Wildschwein-Rotte einsetzen

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Nach dem Willen der Oberen Jagdbehörde soll die Wildschwein-Horde von Kleinmachnow bald geschossen werden. Außerdem will sie Fallen in der Gemeinde auslegen.

Kleinmachnow - Nachdem im Internet am Montag ein weiteres Video von einer Wildschweinrotte aufgetaucht ist, die mitten am Tag durch ein Kleinmachnower Wohngebiet spaziert, hat sich der zuständige Jagdpächter Peter Hemmerden zu Wort gemeldet. Bereits am Sonntag kursierte im Internet ein Video, das eine rasende Wildschwein-Rotte durch Kleinmachnow zeigte. „Die Videos verdeutlichen ein Problem, auf das wir seit Jahren hinweisen.“ So würden sich die Wildschweine im Ort viel wohler als draußen im Revier fühlen. Die Jäger würden auf ihren Hochsitzen an den Kirrungen warten, aber kein Wildschwein komme. „Eine Bejagung im Ort ist aus Sicherheitsgründen oftmals nicht zu verantworten und es fehlt an der rechtlichen Grundlage.“

Hemmerden fordert erneut, das Nahrungsangebot im Ort zu reduzieren und die Gärten besser zu sichern. Auch sollten die Hunde im Wald angeleint sein, um keine Wildschweine zu erschrecken. Nur so könnte vermieden werden, dass die Tiere durch den Ort rennen. 

Die Tiere sollen auch geschossen werden

Auch die Obere Jagdbehörde betont auf Nachfrage, dass jetzt „alle jagdlichen Mittel“ genutzt werden sollten, um der Situation Herr zu werden. Neben dem Abschuss sollten auch Fallen zum Einsatz kommen.

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Dabei würde der Fang der Tiere tierschutzgerecht ablaufen. Zudem sollten Kleinmachnow und Stahnsdorf sich mit anderen Gemeinden zusammenschließen, um eine groß angelegte Jagd mit Hunden durchzuführen. Ein erster Runder Tisch zur Wildschweinproblematik wird am Montag in Stahnsdorf stattfinden. 

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