Kommentar über Stahnsdorfer Feuerwehr Ekelalarm

Henry Klix

Ein Feuerwehrmann will zum Einsatz und findet beim Anziehen eine tote Ratte im Stiefel. Ekelalarm im Feuerwehrdepot! Was am Mittwoch in Stahnsdorf passierte, wäre zum Lachen – wenn es nicht so traurig wäre, was die Gemeinde ihren Freiwilligen zumutet. Fünf Jahre ist es her, dass unter dem Druck der Unfallkasse klar wurde, dass es so nicht geht. Die denkmalgeschützte Wache wurde für Kutschen gebaut, sie ist viel zu eng und wegen des Denkmalschutzes nicht ausbaufähig. Satte zweieinhalb Jahre wurde in einer Arbeitsgruppe in stundenlangen Sitzungen debattiert, wohin die neue Wache soll. Bürger und Feuerwehrleute waren beteiligt. Resultat: Der Neubau kommt zentral in die Annastraße, neben das Rathaus. Dass die Gemeindevertretung dieses in einem demokratischen Verfahren entwickelte Ergebnis nach der Kommunalwahl 2014 nicht mehr akzeptieren wollte, war eine schallende Ohrfeige für alle, die sich an der Meinungsbildung beteiligt hatten. Das Grundstück mag auch für andere Zwecke geeignet und womöglich teuer vermarktbar sein. Doch es ist als „Annawache“ vergeben. Die Feuerwehrleute haben weder die typischen Stahnsdorfer Ränkespiele verdient noch das Rattenloch, in dem sie inzwischen hausen.

 

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